Kostenlose Energieberatung zu Hause: Der „Stromspar-Check“ der Caritas entlastet einkommensschwache Haushalte um bis zu 368 Euro pro Jahr und spart gleichzeitig Tonnen von CO2. Mit über 1.000 bereits beratenen Haushalten im Rhein-Erft-Kreis zeigt das Projekt, wie praktische Hilfen vor Ort wirken. Die jährliche Entlastung aller beratenen Haushalte summiert sich auf rund 250.000 Euro, während etwa 345 Tonnen CO2 eingespart werden. Im Folgenden erfahren Sie, welche konkreten Maßnahmen dahinterstecken und wie auch Sie von diesem Stromspar-Check profitieren können.

Ob Alleinerziehende, kinderreiche Familien oder Seniorinnen und Senioren mit kleiner Rente – der Check richtet sich an Menschen, die jeden Euro zweimal umdrehen müssen. Ein Caritas-Mitarbeiter kommt direkt zu Ihnen nach Hause, analysiert Ihren Stromverbrauch und zeigt Ihnen persönlich die größten Einsparpotenziale. Die Beratung ist komplett kostenfrei, denn sie wird aus Fördermitteln finanziert. Das Besondere: Sie erhalten nicht nur Tipps, sondern auch praktische Soforthilfen wie LED-Leuchtmittel und schaltbare Steckerleisten – alles zum sofortigen Einsatz.
Wie der Stromspar-Check der Caritas funktioniert
Doch wie genau läuft ein solcher Beratungstermin ab? Sie vereinbaren einen Termin mit der Caritas Rhein-Erft in Hürth. Ein geschulter Mitarbeiter besucht Sie in Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus. Der Besuch dauert in der Regel ein bis zwei Stunden. In dieser Zeit schaut sich der Berater gemeinsam mit Ihnen alle stromverbrauchenden Geräte an: vom Kühlschrank über die Waschmaschine bis hin zu Stand-by-Geräten. Er erklärt Ihnen, wo Ihr Haushalt unnötig Strom verbraucht und welche einfachen Änderungen sofort Wirkung zeigen.
Die Beratung ist individuell auf Ihre Lebenssituation zugeschnitten. Der Mitarbeiter berücksichtigt, ob Sie zur Miete wohnen oder Eigentümer sind, wie viele Personen im Haushalt leben und welche Geräte vorhanden sind. Er gibt keine pauschalen Ratschläge, sondern zeigt Ihnen genau die Maßnahmen, die bei Ihnen sinnvoll sind. Zudem erhalten Sie alle notwendigen Informationen, um die Tipps langfristig umzusetzen. Das Ziel ist nicht nur eine einmalige Einsparung, sondern eine dauerhafte Senkung Ihrer Energiekosten.
Die 5 genialen Tipps aus dem Stromspar-Check
Welche konkreten Soforthilfen werden bei dem Besuch ausgegeben? Im Folgenden stellen wir Ihnen die fünf effektivsten Maßnahmen vor, die Caritas-Mitarbeiter in den beratenen Haushalten einsetzen. Diese Tipps sind einfach umsetzbar und erfordern keine großen Investitionen.
Tipp 1: Alte Glühbirnen durch LED-Leuchtmittel ersetzen
Der einfachste und schnellste Weg, Ihre Stromrechnung zu senken, ist der Austausch alter Leuchtmittel. Eine herkömmliche Glühbirne wandelt nur etwa fünf Prozent der aufgenommenen Energie in Licht um, der Rest verpufft als Wärme. Eine LED-Lampe hingegen benötigt bis zu 80 Prozent weniger Strom bei gleicher Helligkeit. Die Caritas gibt im Rahmen des Stromspar-Checks kostenlose LED-Leuchtmittel aus. In einem durchschnittlichen Haushalt lassen sich damit jährlich rund 30 bis 50 Euro sparen – ohne Komfortverlust. Und das Beste: LEDs halten deutlich länger, sodass Sie sich jahrelang nicht um neue Birnen kümmern müssen. Überlegen Sie einmal, wie viele Lampen bei Ihnen brennen: jede einzelne bietet Einsparpotenzial. Mit den LED-Soforthilfen aus dem Check machen Sie den ersten Schritt zu niedrigeren Stromkosten.
Tipp 2: Schaltbare Steckerleisten gegen Stand-by-Verluste einsetzen
Viele Geräte verbrauchen auch dann Strom, wenn Sie sie ausgeschaltet haben. Fernseher, Computer, Spielekonsolen und sogar Kaffeemaschinen ziehen im Stand-by-Modus weiter Energie. Das summiert sich: Ein durchschnittlicher Haushalt verschwendet so pro Jahr 50 bis 100 Euro. Eine einfache schaltbare Steckerleiste unterbricht die Stromzufuhr komplett, sobald Sie den Schalter betätigen. Im Stromspar-Check erhalten Sie diese Steckerleisten kostenlos. Sie müssen sich nicht jedes Gerät einzeln vornehmen – ein Klick genügt. Besonders praktisch: Für Geräte wie Router oder Festplatten, die dauerhaft laufen müssen, lassen sich Einzelschalter an der Leiste konfigurieren. So schalten Sie bequem alles ab, was nicht benötigt wird, ohne auf wichtige Dauernutzungen verzichten zu müssen. Diese Maßnahme allein kann Ihre jährliche Stromrechnung um einen zweistelligen Betrag reduzieren.
Tipp 3: Wassersparende Duschknöpfe installieren
Warmwasser kostet doppelt: Sie zahlen nicht nur für das Wasser selbst, sondern auch für die Energie, die es erwärmt. Wassersparende Duschknöpfe, auch Perlstrahl-Düsen oder Durchflussbegrenzer genannt, reduzieren den Wasserdurchfluss um bis zu 50 Prozent, ohne dass Sie den Druck spürbar verlieren. Im Stromspar-Check erhalten Sie solche Aufsätze kostenlos. Sie lassen sich in wenigen Minuten selbst montieren – einfach auf den Duschschlauch oder den Wasserhahn schrauben. Für eine vierköpfige Familie können die Einsparungen bei Wasser- und Energiekosten jährlich 80 bis 120 Euro betragen. Gerade in Mietshaushalten, wo Sie keine großen Umbauten an der Heizungsanlage vornehmen können, ist dies eine der effektivsten Sofortmaßnahmen. Zudem leisten Sie einen aktiven Beitrag zum Wasserschutz. Die Caritas-Mitarbeiter zeigen Ihnen bei ihrem Besuch genau, welche Aufsätze für Ihre Armaturen geeignet sind.
Tipp 4: Veraltete Kühlgeräte gegen energieeffiziente Modelle austauschen
Die Einsparungen lassen sich durch den Austausch alter Kühlgeräte noch deutlich steigern. Ein Kühlschrank läuft 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche. Ältere Modelle verbrauchen oft drei- bis viermal so viel Strom wie moderne Geräte der Energieeffizienzklasse A++ oder A+++. Genau hier setzt der Stromspar-Check an: Die Caritas gibt Gutscheine für energieeffiziente Kühlgeräte aus. Bislang wurden 155 Gutscheine übergeben. Wer seinen alten Kühlschrank durch ein neues Modell ersetzt, spart im Durchschnitt zusätzlich rund 144 Euro pro Jahr – und steigert die gesamte jährliche Entlastung auf bis zu 368 Euro. Der Gutschein deckt einen Großteil der Anschaffungskosten, sodass die Investition für einkommensschwache Haushalte leistbar wird. Die Caritas hilft Ihnen auch bei der umweltfreundlichen Entsorgung des Altgeräts. So profitieren Sie doppelt: niedrigere Stromrechnung und ein moderneres Gerät, das Ihre Lebensmittel besser kühlt.
Tipp 5: Versteckte Stromfresser aufspüren und abschalten
Nicht alle Stromverbraucher sind auf den ersten Blick erkennbar. Geräte wie Router, Drucker, Ladegeräte für Smartphones oder auch Unterhaltungselektronik im Stand-by laufen oft unbemerkt rund um die Uhr. Der Caritas-Mitarbeiter bringt ein einfaches Messgerät mit, das den genauen Stromverbrauch jedes Geräts anzeigt. Sie werden überrascht sein, wie viel Strom eine ausgeschaltete Mikrowelle mit Uhr oder ein alter Netzstecker für den WLAN-Repeater zieht. Der Berater zeigt Ihnen, wie Sie diese versteckten Verbraucher identifizieren und durch gezieltes Abschalten oder den Einsatz von schaltbaren Steckerleisten eliminieren. Oft reicht es schon, das Ladegerät nach dem Aufladen aus der Steckdose zu ziehen. Diese Maßnahmen kosten nichts außer ein bisschen Achtsamkeit und können Ihre jährliche Stromrechnung um 30 bis 50 Euro senken. Der Check macht Sie auf diese blinden Flecken aufmerksam und gibt Ihnen praktische Hilfen an die Hand, um sie dauerhaft zu vermeiden.
Wer kann den kostenlosen Stromspar-Check in Anspruch nehmen?
Die kostenlose Beratung richtet sich an einkommensschwache Haushalte. Konkret sind dies unter anderem Alleinerziehende, kinderreiche Familien sowie Seniorinnen und Senioren mit kleiner Rente. Aber auch Menschen, die Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder Wohngeld beziehen, können den Check nutzen. Es gibt keine komplizierten Voraussetzungen – die Caritas vertraut auf Ihre Angaben. Sie müssen keine umfangreichen Dokumente vorlegen, sondern lediglich glaubhaft machen, dass Sie zur Zielgruppe gehören. Die Beratung ist komplett kostenfrei, da sie aus Bundesmitteln und von der Kommunalen Klimaschutzinitiative gefördert wird.
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Die Projektregion umfasst den Rhein-Erft-Kreis, aber ähnliche Angebote gibt es bundesweit. Falls Sie nicht in dieser Region wohnen, können Sie sich trotzdem informieren: Der Caritasverband hat in vielen Städten vergleichbare Projekte. Ein Anruf bei Ihrer örtlichen Caritas-Stelle klärt, ob auch bei Ihnen ein Stromspar-Check möglich ist. Die Beratung erfolgt auf Augenhöhe, ohne Belehrungen oder Druck. Der Mitarbeiter kommt als Helfer, nicht als Kontrolleur. Das schafft Vertrauen und macht die Beratung zu einem positiven Erlebnis.
Über den Strom hinaus: Auch Wasser- und Heizkosten senken
Der Blick des Caritas-Beraters beschränkt sich nicht nur auf Strom. Auch Ihre Wasser- und Heizkosten können durch die Check-ups sinnvoll reduziert werden. Wassersparende Duschköpfe und Perlstrahler senken den Warmwasserverbrauch, was direkt Ihre Heizkosten entlastet, wenn Sie mit Gas oder Öl heizen. Zudem gibt der Mitarbeiter Tipps zum richtigen Lüften und Heizen, um Energieverluste zu vermeiden. Er zeigt Ihnen, wie Sie mit einfachen Verhaltensänderungen – wie dem Ablassen von Heizkörpern oder dem Abdichten von Fenstern – bis zu zehn Prozent Heizenergie einsparen können. Auch wenn der Fokus auf dem Strom liegt, profitieren Sie von einem ganzheitlichen Ansatz, der Ihre gesamten Betriebskosten im Blick hat.
So vereinbaren Sie einen Termin für den Stromspar-Check
Für weitere Informationen und zur Terminvereinbarung steht die Caritas zur Verfügung. Interessierte können direkt bei der Caritas Rhein-Erft in Hürth anrufen oder eine E-Mail schreiben. Der Projektleiter Heiko Strohmeier ist unter der Telefonnummer 02237 6035 170 erreichbar. Sie erreichen ihn auch per E-Mail unter strohmeier@caritas-rhein-erft.de. Die Beratungstermine werden individuell vereinbart, in der Regel innerhalb weniger Wochen. Sie müssen nichts vorbereiten – der Berater bringt alle Materialien mit. Einzige Bitte: Halten Sie Ihre letzte Stromrechnung bereit, damit der Mitarbeiter einen ersten Überblick bekommt. Der Rest ergibt sich beim Hausbesuch.
Der Stromspar-Check der Caritas hat bereits über 1.000 Haushalten konkret geholfen, ihre Energiekosten zu senken. Die jährliche Entlastung aller beratenen Haushalte beträgt rund 250.000 Euro, und das bei null Kosten für die Familien. Wenn auch Sie zu den Menschen mit geringem Einkommen zählen, zögern Sie nicht. Ein Anruf genügt, um den ersten Schritt zu niedrigeren Rechnungen zu machen. Und ganz nebenbei tun Sie etwas für den Klimaschutz – 345 Tonnen CO2-Einsparung pro Jahr sprechen eine deutliche Sprache.
Häufig gestellte Fragen
Wie lange dauert eine Beratung vor Ort und was wird alles besprochen?
Eine Beratung vor Ort dauert in der Regel ein bis zwei Stunden. Ein geschulter Caritas-Mitarbeiter besucht Sie zu Hause, analysiert gemeinsam mit Ihnen alle stromverbrauchenden Geräte, misst den Stromverbrauch einzelner Geräte und bespricht die effektivsten Einsparmaßnahmen für Ihren Haushalt. Sie erhalten nicht nur mündliche Tipps, sondern auch praktische Soforthilfen wie LED-Leuchtmittel, schaltbare Steckerleisten und wassersparende Duschknöpfe, die Sie sofort einsetzen können.
Was ist der Unterschied zwischen dem Stromspar-Check der Caritas und der Energieberatung der Verbraucherzentrale?
Der Stromspar-Check der Caritas richtet sich gezielt an einkommensschwache Haushalte und ist für diese vollkommen kostenfrei. Die Beratung erfolgt ausschließlich vor Ort bei Ihnen zu Hause und umfasst die sofortige Ausgabe von Hilfsmitteln wie LED-Lampen und Steckerleisten. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale hingegen ist für alle Haushalte offen, kostet in der Regel eine Gebühr und findet oft telefonisch oder in Beratungsstellen statt. Beide Angebote ergänzen sich, der Caritas-Check legt aber einen stärkeren Fokus auf schnelle, materielle Entlastung für finanziell schwache Haushalte.
Ist der Stromspar-Check auch für Mieter geeignet, die keine größeren Umbauten vornehmen können?
Ja, der Stromspar-Check ist speziell für Mieter konzipiert. Die Maßnahmen sind alle ohne bauliche Veränderungen umsetzbar: Sie tauschen Leuchtmittel aus, setzen Steckerleisten ein, montieren wassersparende Duschköpfe und tauschen bei Bedarf den Kühlschrank gegen ein effizienteres Modell aus. Der Caritas-Mitarbeiter berücksichtigt Ihre Wohnsituation und gibt nur Ratschläge, die Sie als Mieter ohne Zustimmung des Vermieters realisieren können. Große Umbauten an Heizung oder Fenstern sind nicht erforderlich – die Wirkung kommt aus den kleinen, alltagstauglichen Veränderungen.




