Energie sparen im Haushalt: 7 geniale Tricks, damit Geräte weniger verbrauchen

Kühlschränke verbrauchen bis zu 20 Prozent des Haushaltsstroms – doch mit einfachen Tricks lässt sich der Energieverbrauch deutlich senken. Wer im Haushalt Energie sparen möchte, findet zahlreiche Stellschrauben, die in der Summe eine erhebliche Entlastung der Haushaltskasse bewirken. Vom Austausch veralteter Geräte über die optimale Nutzung bis hin zu kleinen Verhaltensänderungen im Alltag: Die folgenden sieben genialen Tricks zeigen, wie Sie Ihren Verbrauch reduzieren und gleichzeitig die Umwelt schonen.

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1. Kühlschrank optimieren: Temperatur, Größe und Standort im Blick

Kühlen und Gefrieren machen bis zu 20 Prozent des gesamten Strombedarfs im Haushalt aus. Das macht den Kühlschrank zu einem der größten Energieverbraucher in Ihrem Zuhause. Mit gezielten Maßnahmen lässt sich dieser Anteil deutlich senken, ohne auf Komfort verzichten zu müssen.

Die optimale Temperatur spart Strom

Damit Lebensmittel ausreichend gekühlt sind und zugleich nicht zu viel Energie verbraucht wird, empfiehlt das Bundesumweltamt eine Temperatur von sieben Grad im mittleren Fach des Kühlschranks. Jeder zusätzliche Grad Kälte kostet unnötig Strom und lässt die jährlichen Betriebskosten steigen. Bei vielen älteren Kühlschränken ohne präzise Temperaturanzeige ist diese optimale Temperatur bereits auf Stufe 1 oder 2 erreicht. Um sicherzugehen, können Sie die Temperatur mit einem handelsüblichen Thermometer überprüfen und das Gerät entsprechend einstellen. Bildet sich im Laufe der Zeit eine Eisschicht im Kühlschrank, ist das nicht nur ein Zeichen für erhöhten Energieverbrauch, sondern auch ein klares Signal: Das Gerät muss abgetaut werden. Eine dicke Eisschicht wirkt wie eine Isolierung, die den Kühlschrank zwingt, mehr zu arbeiten, um die gewünschte Innentemperatur zu halten. Regelmäßiges Abtauen reduziert daher den Stromverbrauch merklich.

Kühlschrank-Check: Lohnt sich der Austausch?

Steht ein sehr altes Gerät in der Küche, etwa ein Kühlschrank aus den 1990er-Jahren, lohnt sich ein Austausch in den meisten Fällen aus finanzieller Sicht. Ein moderner Kühlschrank, der derzeit etwa 600 bis 800 Euro kostet, spart im Vergleich zu einem Altgerät ungefähr 80 Euro pro Jahr an Stromkosten ein. Die Anschaffungskosten amortisieren sich dadurch nach ungefähr acht bis zehn Jahren. Bei der Auswahl eines neuen Kühlschranks ist die seit 2021 geltende Effizienzklassifizierung zu beachten. Kühlschränke, die vor der Umstellung als A+ eingestuft waren, finden sich nach neuer Klassifizierung in der Kategorie C wieder. Die sparsamsten aktuellen Modelle erreichen die Klasse A. Diese Umstellung dient der besseren Vergleichbarkeit und verhindert irreführende Klassifizierungen mit vielen Plus-Zeichen.

Kühlschrank nicht zu groß wählen

Die Größe des Kühlschranks hat direkten Einfluss auf den Stromverbrauch. Zu große Geräte verbrauchen unnötig Energie, weil sie ein größeres Innenvolumen dauerhaft kühl halten müssen. Ein- oder Zwei-Personen-Haushalte kommen in der Regel mit 100 bis 150 Litern Nutzinhalt aus. Für jede zusätzliche Person im Haushalt können Sie mit etwa 50 weiteren Litern rechnen. Eine präzise Bedarfsermittlung vor dem Kauf verhindert überdimensionierte Geräte und spart langfristig Energiekosten. Interessanterweise hat der Füllstand des Kühlschranks nur geringen Einfluss auf den Energieverbrauch – ob das Gerät voll oder leer ist, macht kaum einen Unterschied. Dennoch sollten Sie heiße Speisen immer erst abkühlen lassen, bevor Sie sie in den Kühlschrank stellen, um die Innentemperatur nicht unnötig zu erhöhen.

2. Spülmaschine vs. Handwäsche: Wer spart wirklich?

Doch nicht nur der Kühlschrank bietet Einsparpotenzial. Auch beim Geschirrspülen können Sie mit der richtigen Methode viel Energie und Wasser sparen. Viele Verbraucher glauben, dass der spülende Mensch per Hand umweltfreundlicher agiert als eine Maschine. Die Realität ist jedoch überraschend.

Eine volle Spülmaschine verbraucht etwa 10 Liter Wasser pro Spülgang. Beim Handspülen unter fließendem Wasser sind es dagegen schnell etwa 70 Liter. Das macht das maschinelle Spülen nicht nur komfortabler, sondern auch deutlich ressourcenschonender. Auf das Jahr gerechnet kostet die Spülmaschine im Schnitt rund 40 Euro, wer per Hand wäscht, zahlt ungefähr das Doppelte. Der geringe Wasserverbrauch moderner Spülmaschinen reduziert gleichzeitig den Energieaufwand für die Erwärmung des Spülwassers. Wer die Spülmaschine an einen Warmwasserzufluss anschließen kann, spart zusätzlich Energie, da das Aufheizen durch die effizientere Gebäudeheizung oder Solarthermie erfolgt und nicht durch den elektrischen Heizstab des Geräts. Achten Sie darauf, die Maschine stets voll zu beladen und Eco-Programme zu nutzen – diese laufen zwar länger, reinigen aber bei niedrigeren Temperaturen und mit geringerem Ressourceneinsatz.

3. Waschmaschine voll beladen und Temperatur clever wählen

Auch beim Geschirrspülen lässt sich Energie sparen, wie der vorherige Abschnitt zeigt. Ein noch größeres Potenzial liegt jedoch im Wäschewaschen. Moderne Waschmaschinen reinigen dank fortschrittlicher Waschmittel und optimierter Mechanik auch bei niedrigen Temperaturen gründlich. Für leicht bis normal verschmutzte Wäsche reichen Temperaturen von 20 bis 40 Grad Celsius meist völlig aus. Das spart nicht nur Strom, weil das Wasser weniger stark erhitzt werden muss, sondern schont gleichzeitig die Textilfasern und verlängert die Lebensdauer Ihrer Kleidung.

Lediglich einmal im Monat sollte für die Hygiene der Waschmaschine ein Waschgang bei 60 Grad Celsius durchgeführt werden. Dies verhindert die Bildung von Biofilmen und unangenehmen Gerüchen. Entscheidend für die Energieeffizienz ist zudem die Beladung: Waschen Sie die Maschine stets voll. Das reduziert den Strom- und Wasserverbrauch pro Kilogramm Wäsche erheblich. Verlassen Sie sich nicht blind auf die Beladungsautomatik. Diese passt zwar den Wasserverbrauch an die Ladungsmenge an, der relative Verbrauch bleibt jedoch vergleichsweise hoch. Besser ist es, die Wäsche zu sammeln und mit vollen Trommeln zu waschen. Ein weiterer Tipp: Verzichten Sie auf das oft standardmäßig aktivierte Vorwaschprogramm – es ist bei normaler Verschmutzung überflüssig und kostet zusätzliche Energie.

4. Wäschetrockner: Wärmepumpe oder lieber die Leine?

Noch mehr Strom verbraucht der Wäschetrockner. Er gehört zu den größten Stromfressern im Haushalt und sollte daher mit Bedacht eingesetzt werden. Wer nicht auf den Komfort eines Trockners verzichten möchte, sollte auf die richtige Technologie setzen. Wärmepumpentrockner verbrauchen im Vergleich zu herkömmlichen Kondenstrocknern nur etwa halb so viel Strom. Je nach Nutzungsintensität verursachen sie dennoch einen jährlichen Verbrauch von bis zu 250 Kilowattstunden. Das schlägt sich spürbar auf der Stromrechnung nieder.

Eine besonders ungünstige Energiebilanz weisen Kombinationen aus Waschmaschine und Trockner in einem Gerät auf. In diesen Geräten sind oft spezielle Trockner verbaut, die nicht nur viel Strom, sondern zusätzlich kaltes Wasser verbrauchen, um den beim Trocknungsprozess entstehenden Wasserdampf abzukühlen. Ein weiterer Nachteil: Kombi-Geräte können oft nur einen Teil der Waschladung in einem einzigen Durchgang vollständig trocknen. Das verlängert die Nutzungsdauer und erhöht den Gesamtenergieverbrauch weiter. Die kostenlose und absolut umweltfreundliche Alternative sind Wäscheständer und Wäscheleine. Sogar im Winter trocknet Wäsche in einem gut belüfteten Raum innerhalb von ein bis zwei Tagen, ohne einen Stromzähler zu bewegen.

5. Kochen mit Deckel: 50 Prozent weniger Energie

Beim Kochen und Backen gibt es weitere Tipps, um im Haushalt Energie zu sparen. Eine einfache Grundregel lautet: Wenn immer möglich, einen Topfdeckel aufsetzen. Das reduziert die Energiekosten beim Kochen um etwa 50 Prozent. Ohne Deckel entweicht ein Großteil der aufgebrachten Wärme ungenutzt an die Raumluft. Mit geschlossenem Deckel bleibt die Hitze im Topf, die Kochzeit verkürzt sich, und das Essen ist oft sogar etwas schneller gar.

Ein spezielles Beispiel für diese Sparmethode ist das Dämpfen von Eiern. Anstatt einen großen Topf mit Wasser zu füllen, in dem die Eier vollständig bedeckt sind, geben Sie nur etwa zwei Zentimeter Wasser in den Topf. Die Eier stehen dann etwa zur Hälfte im Wasser, und der Rest wird durch den Dampf gegart. Der Deckel muss dabei dicht schließen. Dieser simple Trick reduziert die zu erhitzende Wassermenge massiv und verkürzt die Aufheizzeit auf dem Herd. Achten Sie zudem darauf, die Topfgröße passend zur Kochplatte zu wählen. Ein zu kleiner Topf auf einer großen Platte lässt viel Wärme seitlich entweichen. Induktionskochfelder arbeiten hier besonders effizient, da sie die Wärme direkt im Topfboden erzeugen und kaum Energie an die Umgebung verlieren. Cerankochfelder benötigen dagegen mehr Zeit zum Aufheizen und Abkühlen, was deren Effizienz etwas mindert.

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6. Backofen: Restwärme nutzen und Vorheizen vermeiden

Beim Backen können Sie ebenfalls Energie sparen, indem Sie Gewohnheiten anpassen. Die meisten modernen Backöfen heizen schnell auf, sodass ein langes Vorheizen überflüssig ist. Schieben Sie Kuchen, Aufläufe oder Brot direkt nach dem Einschalten in den Ofen. Lediglich bei empfindlichen Teigen, etwa Biskuit, der eine hohe Anfangstemperatur benötigt, um optimal aufzugehen, ist Vorheizen ratsam. Ansonsten vergeuden Sie Energie.

Ein weiterer effektiver Trick ist die Nutzung der Restwärme. Viele Gerichte garen auch nach dem Abschalten des Backofens noch einige Minuten nach. Schalten Sie den Ofen bei längeren Garzeiten fünf bis zehn Minuten vor Ende der angegebenen Zeit ab. Die gespeicherte Wärme im Garraum reicht aus, um den Garprozess zu vollenden und das Gericht auf den Punkt zu bringen. Öffnen Sie die Ofentür während des Backens möglichst selten, denn bei jedem Türöffnen entweicht ein großer Teil der heißen Luft, und der Ofen muss erneut aufheizen. Umluft funktioniert zudem effizienter als Ober- und Unterhitze, weil die Wärme gleichmäßig zirkuliert und oft mit 20 Grad niedrigerer Temperatur gebacken werden kann.

7. Wasserkocher, Licht und Standby: Unsichtbare Stromfresser ausschalten

Auch die Beleuchtung und kleine Küchengeräte tragen zum Stromverbrauch bei. Hier verstecken sich viele Stromfresser, die sich mit einfachen Maßnahmen bändigen lassen. Nehmen Sie den Wasserkocher: Erhitzen Sie nur die Menge Wasser, die Sie tatsächlich benötigen. Wer einen Liter Wasser für eine Tasse Tee kocht, verschwendet nicht nur Energie, sondern wartet auch länger auf das Kochen. Die benötigte Menge abzumessen und nur diese zu erhitzen, senkt den Verbrauch merklich. Ein intakter Wasserkocher ist zudem effizienter als das Erhitzen auf dem Herd, da der Heizstab direkt im Wasser sitzt und wenig Wärme verloren geht. Regelmäßiges Entkalken des Geräts stellt sicher, dass die Energieübertragung optimal bleibt.

Standby-Verbrauch: Versteckte Stromfresser identifizieren

Viele Geräte verbrauchen im Standby-Modus ständig Strom, auch wenn sie ausgeschaltet scheinen. Fernseher, Computer, Spielekonsolen, Kaffeemaschinen und Ladegeräte summieren sich in einem durchschnittlichen Haushalt zu einem beachtlichen jährlichen Betrag. Schaltbare Steckdosenleisten oder Master-Slave-Leisten unterbrechen die Stromzufuhr vollständig, sobald das Hauptgerät abgeschaltet wird. Sie müssen nicht einzeln zu jedem Gerät gehen und den Stecker ziehen – ein Knopfdruck genügt. Achten Sie beim Neukauf von Geräten auf eine möglichst niedrige Standby-Leistung. Moderne Geräte kommen häufig mit weniger als 0,5 Watt im Standby aus. Alte Netzteile, die sich warm anfühlen, obwohl das angeschlossene Gerät nicht läuft, sind ein klares Indiz für hohe Standby-Verluste und sollten ausgetauscht werden.

LED-Leuchten: Energieverbrauch um 90 Prozent senken

Bei der Beleuchtung schlummert ein enormes Sparpotenzial. LED-Leuchten verbrauchen im Vergleich zu herkömmlichen Glühbirnen oder Halogenlampen bis zu zehnmal weniger Strom. Diese Ersparnis wirkt sich bei einer Laufzeit von mehreren Stunden pro Tag deutlich aus. Tauschen Sie zunächst die Leuchtmittel in den Räumen mit der längsten Nutzungsdauer aus, etwa in der Küche oder im Wohnzimmer. Achten Sie beim Kauf auf die gewünschte Lichtfarbe – warmweißes Licht entspricht der vertrauten Glühlampenatmosphäre und eignet sich gut für Wohnräume. LEDs sind zwar in der Anschaffung teurer, halten aber erheblich länger als klassische Leuchtmittel, sodass die höheren Kosten durch Stromeinsparungen und längere Nutzungsdauer mehr als wettgemacht werden. Bewegungsmelder in Fluren oder Außenbereichen sorgen dafür, dass das Licht nur dann brennt, wenn es wirklich gebraucht wird.

Häufig gestellte Fragen

Wie stelle ich die optimale Temperatur in meinem Kühlschrank ohne Digitalanzeige ein?

Hat Ihr Kühlschrank kein digitales Thermometer, legen Sie ein handelsübliches Thermometer in ein Glas Wasser und stellen dieses auf die mittlere Ablage. Warten Sie einige Stunden und kontrollieren Sie die Temperatur. Die meisten älteren Geräte erreichen die empfohlenen 7 Grad bereits auf der niedrigsten oder zweitniedrigsten Stufe. Senken Sie die Stufe schrittweise, bis das Thermometer konstant 7 Grad anzeigt.

Was ist der Unterschied zwischen einem Wärmepumpentrockner und einem Kondenstrockner hinsichtlich des Energieverbrauchs?

Ein Wärmepumpentrockner arbeitet mit einem geschlossenen Kreislaufsystem, das die erwärmte Luft wiederverwendet und so deutlich weniger Strom benötigt. Kondenstrockner erhitzen die Luft dagegen einmalig und leiten sie dann ab. Wärmepumpentrockner verbrauchen daher im Durchschnitt nur halb so viel Strom wie Kondenstrockner, was sich bei regelmäßiger Nutzung stark auf die jährlichen Betriebskosten auswirkt.

Lohnt sich die Anschaffung eines neuen Kühlschranks finanziell wirklich?

Ja, wenn Ihr aktuelles Gerät sehr alt ist, etwa aus den 1990er-Jahren, ist ein Neukauf wirtschaftlich sinnvoll. Ein modernes Gerät für 600 bis 800 Euro spart im Vergleich zum Altgerät rund 80 Euro pro Jahr. Daraus ergibt sich eine Amortisationszeit von etwa acht bis zehn Jahren, danach sparen Sie effektiv Geld. Zudem verbessern Sie die Effizienzklasse von ehemals A+ auf heute C oder A.

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