Wenn der Kleiderschrank überquillt, aber trotzdem nichts passt, hilft oft nur ein radikales Ausmisten Kleiderschrank. Adina Ortjohann aus Neuss kennt dieses Problem gut: Die Ordnungscoach Neuss hilft seit drei Jahren Menschen dabei, Struktur und Ordnung in den Haushalt zu bringen. Die meisten ihrer Kunden rufen die Expertin genau deshalb an – um endlich Klarheit im Kleiderschrank zu schaffen. Aber auch das Sortieren von Papierkram gehört zu ihren Aufgaben. Die 47-Jährige hat eine Ausbildung abgeschlossen und sich 2024 vom TÜV als geprüfte Ordnungsexpertin zertifizieren lassen. In diesem Artikel verrät sie ihre sieben besten Tricks für ein effektives und nachhaltiges professionelles Ausmisten.

Trick 1: Das Kartonsystem – Alles muss raus!
Bevor Sie mit dem Ausmisten Kleiderschrank beginnen, müssen Sie ihn zunächst vollständig leeren. Nur so sehen Sie, was Sie wirklich besitzen. Die Ordnungsexpertin Adina empfiehlt dafür eine einfache, aber wirkungsvolle Sortiermethode. Stellen Sie während des Kleiderschrank ausräumens direkt vier Kartons bereit. So entsteht bereits beim ersten Durchgang eine grobe Vorsortierung. Das verhindert, dass Sie später in einem Chaos von Kleidungsstücken stehen.
Die Sortierkisten Methode funktioniert mit vier Kategorien: Ein Karton ist für Kleidung, die Sie verkaufen möchten. Ein zweiter ist für Teile, die Sie verschenken oder spenden wollen. Ein dritter Karton sammelt Dinge, die keinen festen Platz haben und diesen benötigen. Der letzte Beutel ist für Müll – also für kaputte oder nicht mehr tragbare Textilien. Diese Vier Kisten System hilft Ihnen, beim Ausmisten Schritt für Schritt systematisch vorzugehen. Nehmen Sie jedes Kleidungsstück einzeln in die Hand und entscheiden Sie direkt, in welchen Karton es wandert. So vermeiden Sie spätere Doppelarbeit. Nach dem vollständigen Ausräumen haben Sie bereits einen ersten Überblick und können mit der Feinsortierung nach Farben oder Kategorien beginnen.
Trick 2: Farben als Kompass – was hast du wirklich?
Nach dem vollständigen Ausräumen haben Sie einen ersten Überblick. Diesen nutzen Sie nun für die nächste Stufe: die Sortierung nach Farben. Die Ordnungsexpertin rät, Ihre Kleidung nach Farbtönen zu ordnen. So sehen Sie auf einen Blick, wie viele Teile Sie in derselben Farbe besitzen. Das offenbart Dubletten und zeigt, welche Farben in Ihrem Kleiderschrank dominieren. Gleichzeitig erkennen Sie Lücken: Fehlt es an einem bestimmten Farbton für vielseitige Kombinationen? Diese Farbordnung erleichtert das Ausmisten Kleiderschrank ungemein, denn Sie können bewusster entscheiden, welche Stücke bleiben dürfen. Zudem ist dies der erste Schritt zu einer Capsule Wardrobe, bei der nur wenige, aufeinander abgestimmte Farben zum Einsatz kommen. Eine Schrankinventur mit Farben gibt Ihnen Klarheit über Ihren tatsächlichen Bestand. Wenn Sie Ihren Kleiderschrank nach Farben sortieren, schaffen Sie nicht nur Ordnung, sondern auch eine solide Basis für künftige Einkäufe.
Trick 3: Der „Wann-zuletzt-getragen“-Test
Nachdem Sie Ihren Kleiderschrank farblich sortiert haben, geht es nun ans Eingemachte: die konkrete Entscheidung für jedes einzelne Teil. Eine Ordnungsexpertin empfiehlt eine einfache, aber ehrliche Frage: Wann hatte ich es das letzte Mal an? Dieses Kriterium hilft, sich von ungenutzten Kleidungsstücken zu trennen, ohne lange zu überlegen. Stellen Sie sich diese Frage bei jedem Teil – ehrlich und ohne Ausreden. Oft entdecken Sie Stücke, die Sie Monate oder sogar Jahre nicht mehr getragen haben. Sie nehmen nur Platz weg und sind reif für das Aussortieren.
Die sogenannte Ein-Jahres-Regel bietet einen klaren Richtwert: Alles, was länger als zwölf Monate ungetragen im Schrank hängt, sollte aussortiert werden. Dieses Ausmisten nach Zeit reduziert emotionale Bindungen, die uns oft am Loslassen hindern. Vielleicht hängt da noch der Pullover, der einmal zu eng war, oder die Hose, die Sie nie richtig mochten. Mit dem konsequenten Blick auf das Tragedatum überwinden Sie solche Gefühle. Ungetragene Kleidung blockiert nur wertvollen Platz für die Stücke, die Sie wirklich lieben. Das Ausmisten Kleiderschrank nach diesem einfachen Prinzip schafft nicht nur Ordnung, sondern auch eine klarere Auswahl für jeden Morgen.
Trick 4: Gleiches zu Gleichem – Kategorien bilden
Das Ausmisten Kleiderschrank hat Lücken geschaffen, doch nun kommt der entscheidende Schritt für dauerhafte Übersicht: die Gruppierung. Hängen Sie beim Einsortieren konsequent gleiche Kleidungsstücke zusammen. Das bedeutet konkret: Alle Blazer kommen an einen Abschnitt, alle Westen nebeneinander, alle Pullover in eine Reihe. So entstehen klare Kategorien im Kleiderschrank, die Sie auf den ersten Blick erfassen. Diese Methode der Kleidung nach Art sortieren verhindert, dass Sie morgens lange suchen müssen. Zudem fällt sofort auf, ob Sie von einer Sorte bereits genug besitzen – das beugt unnötigen Doppelkäufen vor. Die Gruppierung Kleiderschrank macht Ihre Garderobe nicht nur optisch ordentlicher, sondern auch praktischer im Alltag. Ein durchdachtes Ordnungssystem Kleidung erleichtert das tägliche Anziehen und schenkt Ihnen wertvolle Zeit. Probieren Sie es aus: Ordnen Sie als Nächstes alle Hemden zusammen, getrennt von den T-Shirts. Schon nach wenigen Minuten spüren Sie den Unterschied in der Klarheit.
Trick 5: Falttechnik für Jeans & Shorts – die Boxen-Methode
Nachdem Sie Ihre Oberteile erfolgreich sortiert haben, geht es nun an Hosen und Shorts. Diese Kleidungsstücke lassen sich selten gut aufhängen, ohne Knitterfalten zu riskieren. Stattdessen setzt man auf eine clevere Falttechnik und platzsparende Aufbewahrung in Boxen. Beim Ausmisten Kleiderschrank ist diese Methode besonders effektiv, denn sie schafft Ordnung und spart Platz. Die Idee: Jeans und Shorts werden so gefaltet, dass sie stabil stehen, und dann hintereinander in Boxen geschichtet. So können Sie sie wie Schubladen herausziehen und haben sofort den Überblick.
Anleitung: Jeans richtig falten für die Box – Legen Sie die Hose flach auf eine glatte Oberfläche. Klappen Sie die Beine einmal längs zur Mitte, sodass eine lange, schmale Form entsteht. Dann falten Sie die Hose von oben und unten zur Mitte hin, bis ein kompaktes Rechteck entsteht, das etwa der Boxenhöhe entspricht. Achten Sie darauf, die Falten glatt zu streichen, um Knitter zu vermeiden. Stellen Sie die gefalteten Hosen nebeneinander in die Box – am besten sortiert nach Farbe oder Nutzungshäufigkeit. Bei Shorts gehen Sie ähnlich vor: Erst die Beine übereinanderklappen, dann quer falten. Durch Aufbewahrungsboxen oder Schubladen-Organizer bleiben die Teile ordentlich und staubgeschützt. So gewinnen Sie nicht nur Platz, sondern behalten auch beim täglichen Greifen den Durchblick – ein praktischer Schritt für mehr Ordnung.
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Trick 6: Die 30-Tage-Challenge – emotionale Stücke auf die Probe stellen
Besonders schwer fällt der Abschied von Kleidungsstücken, die an besondere Momente oder Menschen erinnern. Das T-Shirt vom letzten Konzert, die Bluse von der ersten großen Reise oder das Lieblingskleid aus einer glücklichen Zeit – solche Teile behält man oft jahrelang, obwohl sie längst nicht mehr getragen werden. Hier hilft die Methode des bewussten Loslassens. Die 30-Tage-Challenge stellt genau diese sentimentale Kleidung auf die Probe. Legen Sie alle Stücke, an denen eine starke emotionale Bindung hängt, für genau einen Monat beiseite – in eine Kiste, einen extra Korb oder an einen separaten Platz im Kleiderschrank. Nach Ablauf dieser Frist greifen Sie zu jedem Teil ein letztes Mal. Die entscheidende Frage lautet: Vermissen Sie das Kleidungsstück? Haben Sie in den 30 Tagen bewusst daran gedacht oder danach gesucht? Wenn nein, fällt der Abschied plötzlich viel leichter. Das Ausmisten Kleiderschrank wird so zu einem Akt der Selbstreflexion, nicht der Vernichtung.
Diese 30-Tage-Regel entlastet nicht nur den Schrank, sondern auch den Kopf. Oft stellt man überrascht fest, dass die Erinnerung an das Ereignis viel stärker ist als das Bedürfnis, das Kleidungsstück zu tragen. Das Loslassen lernen gelingt so ohne Druck – Sie geben den Stücken eine faire Chance, bevor Sie eine endgültige Entscheidung treffen. Werden die Teile nach 30 Tagen nicht vermisst, wandern sie in die Spendenbox oder zum nächsten Kleidertausch. So bleibt der Kleiderschrank nicht nur optisch aufgeräumt, sondern wird auch emotional entlastet. Ein praktischer und zugleich sanfter Weg, um sentimentale Kleidung aussortieren zu können, ohne sich dabei schlecht zu fühlen.
Trick 7: Die 5-Minuten-Regel – Langfristig Ordnung halten
Nachdem Sie sentimentale Kleidung sanft aussortiert haben, stellt sich die Frage, wie die neu gewonnene Ordnung dauerhaft erhalten bleibt. Adina empfiehlt hierfür eine einfache, aber wirkungsvolle tägliche Aufräum-Routine: Nehmen Sie sich jeden Abend fünf Minuten Zeit für den Kleiderschrank. Hängen Sie Kleidungsstücke zurück, legen Sie Getragenes in den Wäschekorb und richten Sie Ihre Outfits kurz aus. Diese 5-Minuten-Regel verhindert, dass sich Unordnung und überflüssige Teile ansammeln. Integrieren Sie zudem ein saisonales Ausmisten als feste Routine – etwa zu Beginn jeder Jahreszeit. So überprüfen Sie, welche Kleidung wirklich getragen wurde und was ausgemistet werden kann. Ergänzend hilft die One-in-one-out-Regel für den Kleiderschrank: Für jedes neue Teil, das Sie kaufen, sollte ein altes den Schrank verlassen. Auf diese Weise praktizieren Sie eine konsequente Schrankpflege und verhindern, dass der Kleiderschrank wieder überquillt. Mit diesen Routinen wird das regelmäßige Ausmisten des Kleiderschranks zur Gewohnheit und die Ordnung bleibt langfristig erhalten.
Häufig gestellte Fragen
Wie kann ich aussortierte Kleidung am besten verkaufen oder spenden?
Für den Verkauf eignen sich Online-Plattformen oder Second-Hand-Läden in Ihrer Nähe. Achten Sie darauf, die Kleidung sauber und in gutem Zustand zu präsentieren. Für Spenden kommen Kleidercontainer oder lokale Hilfsorganisationen in Frage – fragen Sie vorher nach, welche Kleidung angenommen wird.
Wie oft sollte ich meinen Kleiderschrank ausmisten?
Ein allgemeiner Richtwert ist, den Kleiderschrank einmal pro Saison auszumisten. So behalten Sie den Überblick und vermeiden Überfüllung. Natürlich können Sie auch häufiger ausmisten, wenn Sie merken, dass sich Unnötiges ansammelt.
Was mache ich mit Kleidung, an der ich emotional hänge, die ich aber nie trage?
Bewahren Sie zunächst einige besondere Stücke in einer Erinnerungskiste auf. Der Rest kann fotografiert werden, um die Erinnerung zu bewahren, während die Kleidung den Schrank verlässt. So fällt das Loslassen leichter, und der Kleiderschrank gewinnt an Platz.




