Stromfresser im Haushalt aufspüren: Messgeräte kostenlos ausleihen

Viele Haushalte zahlen jeden Monat unnötig hohe Stromrechnungen, ohne genau zu wissen, welche Geräte den meisten Strom verbrauchen. Ein Strommessgerät ausleihen kann Abhilfe schaffen – es zeigt auf, wo sich die größten Stromfresser verstecken. So lassen sich die Stromkosten senken und das Energiesparen im Haushalt wird einfacher.

In mehreren Gemeinden ist das Strommessgerät ausleihen sogar kostenlos möglich. Die Energieagentur Main-Tauber-Kreis bietet in Kooperation mit Igersheim, Tauberbischofsheim, Weikersheim und Wertheim den Verleih kostenfreier Strommessgeräte an. Damit können Sie den Stromverbrauch messen und gezielt Maßnahmen ergreifen, um langfristig Energie zu sparen.

So funktioniert das Strommessgerät – einfache Bedienung für jedermann

Nachdem Sie ein Strommessgerät ausleihen konnten, stellt sich die Frage nach der Bedienung. Diese gestaltet sich denkbar einfach. Das Gerät wird direkt zwischen Steckdose und das zu prüfende Elektrogerät gesteckt. Auf dem Display erscheinen sofort die aktuellen Werte: die Leistung in Watt sowie die hochgerechneten Kosten auf ein Jahr. So erkennen Sie auf einen Blick, ob ein altes Kühlgerät oder ein ständig laufender Router wirklich sparsam arbeitet oder übermäßig Strom verbraucht. Eine Strommessgerät Anleitung liegt in der Regel bei – in vielen Verleihstellen gibt es zudem einen Flyer, der die wichtigsten Schritte erklärt und zusätzliche Tipps zum Energiesparen im Haushalt liefert. Das Verbrauchsmessgerät bedienen erfordert keine technischen Vorkenntnisse; nach dem Einstecken können Sie sofort ablesen, was das Gerät verbraucht. Möchten Sie die Stromkosten berechnen lassen, geben Sie einfach den aktuellen Strompreis pro Kilowattstunde ein – falls das Modell diese Funktion bietet. So erhalten Sie eine realistische Prognose der jährlichen Kosten und können gezielt entscheiden, ob sich ein Austausch lohnt.

Strommessgerät ausleihen – Beispiel aus der Praxis
Bild: 5317367 / Pixabay

Welche Geräte sind die größten Stromfresser?

Typische Kandidaten mit hohem Verbrauch sind alte Kühl- und Gefriergeräte, Wäschetrockner, Durchlauferhitzer oder Unterhaltungselektronik im Stand-by-Modus. Mit dem ausgeliehenen Messgerät überprüfen Sie jedes dieser Geräte einzeln. Lassen Sie das Strommessgerät ausleihen ruhig für mehrere Tage – so messen Sie auch den Grundverbrauch über einen längeren Zeitraum. Die Ergebnisse liefern eine verlässliche Grundlage, um Energiefresser zu identifizieren und konkrete Sparmaßnahmen umzusetzen.

Ausleihmodalitäten: Kosten, Dauer und Verfügbarkeit

Nachdem Sie nun wissen, wie Sie mit dem Gerät den Stromverbrauch Ihrer Haushaltsgeräte genau ermitteln, stellt sich die Frage nach den praktischen Rahmenbedingungen der Ausleihe. Viele Verbraucher möchten vorab klären, ob die Nutzung tatsächlich kostenfrei ist und wie lange sie das Messgerät behalten dürfen. Grundsätzlich gilt: Das Strommessgerät ausleihen ist für Privathaushalte kostenlos. Die Aktion ist jedoch zeitlich befristet. Bis Freitag, 31. Juli, können interessierte Bürgerinnen und Bürger die Messgeräte bei den teilnehmenden Städten und Gemeinden ausleihen. Danach endet der Verleih vorerst.

Inspiration für Strommessgerät ausleihen
Bild: silvyn / Pixabay

Über die genaue Ausleihfrist pro Haushalt sowie die Anzahl der entleihbaren Geräte liegen keine pauschalen Angaben vor. In der Regel können Sie das Gerät aber für mehrere Tage mitnehmen, um Ihren Grundverbrauch oder einzelne Stromfresser wie Kühlschrank oder Waschmaschine über einen repräsentativen Zeitraum zu messen. Die konkrete Dauer und die Bedingungen erfragen Sie am besten direkt bei Ihrer Gemeindeverwaltung. Ein Beispiel: In Igersheim ist Nadine Hofmann unter der Telefonnummer 07931/497-27 oder per E-Mail an nadine.hofmann@igersheim.de die zentrale Ansprechpartnerin für die Ausleihe.

Gilt der Verleih nur für Einwohner?

Die Initiative zur Energieeinsparung richtet sich in der Regel an die Bürger der jeweiligen Kommune. Ob auch Personen aus Nachbargemeinden ein Strommessgerät ausleihen kostenlos nutzen können, hängt von der lokalen Regelung ab. Einige Energieagenturen oder Gemeinden bieten den Verleih gemeindeübergreifend an, andere beschränken ihn auf die Einwohner ihres Gebiets. Daher lohnt sich der direkte Kontakt zur zuständigen Stelle. Fragen Sie dort auch nach, ob ein Pfand hinterlegt werden muss – dies ist oft üblich, um die Rückgabe der Geräte sicherzustellen. Die Ausleihfrist und die Verfügbarkeit variieren stark, besonders in ländlichen Regionen kann die Nachfrage hoch sein. Planen Sie daher rechtzeitig und klären Sie alle Modalitäten telefonisch oder per E-Mail, um Enttäuschungen zu vermeiden. So stellen Sie sicher, dass Sie das Gerät genau dann nutzen können, wenn Sie es für Ihre Stromsparmaßnahmen benötigen.

Das sind die größten Stromfresser im Haushalt

Nachdem Sie nun wissen, wo Sie ein Strommessgerät ausleihen können, wird es spannend: Welche Geräte in Ihrem Zuhause verbrauchen eigentlich am meisten Energie? Mit dem ausgeliehenen Messgerät können Sie genau das herausfinden. Besonders Kühlschränke, Fernseher, Computer, Spielekonsolen oder Ladegeräte können wahre Stromfresser sein. Oft sind es ältere Modelle, die technisch nicht mehr auf dem neuesten Stand sind und deutlich mehr Strom ziehen als moderne Geräte. Ein alter Kühlschrank läuft rund um die Uhr und kann so im Jahr eine beachtliche Menge an Kilowattstunden verursachen. Auch ein Fernseher, der täglich mehrere Stunden läuft, summiert sich schnell. Wenn Sie die Geräte einzeln durchmessen, sehen Sie auf einen Blick, wo sich der höchste Verbrauch verbirgt.

Ideen rund um Strommessgerät ausleihen
Bild: sharkolot / Pixabay

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Standby-Modus. Auch Standby-Verbräuche werden durch die Messgeräte sichtbar. Viele Elektronikgeräte wie Computer, Spielekonsolen oder Ladegeräte ziehen auch dann Strom, wenn Sie sie nicht aktiv nutzen. Ein Ladegerät, das dauerhaft in der Steckdose steckt, verbraucht oft mehr, als man denkt. Mit dem Messgerät können Sie genau nachmessen, wie viel Energie im ausgeschalteten Zustand fließt. So entdecken Sie heimliche Stromfresser, die Sie bisher übersehen haben. Das ist der erste Schritt, um den Standby Verbrauch zu reduzieren und Ihre Stromrechnung zu senken. Notieren Sie sich die Werte und vergleichen Sie sie – so haben Sie eine klare Grundlage für Ihre nächsten Energiespar-Tipps im Haushalt. Denn nur wer die Stromfresser findet, kann gezielt handeln und Strom sparen.

Ansprechpartner vor Ort – wer Ihnen weiterhilft

Um die erkannten Stromfresser gezielt zu identifizieren und ein Strommessgerät ausleihen zu können, stehen Ihnen in den teilnehmenden Gemeinden feste Ansprechpartner zur Verfügung. Sie beantworten Fragen zur Ausleihe, zur Bedienung der Geräte und zur Auswertung der Messergebnisse. Die Energieberatung Main-Tauber unterstützt dieses Angebot, damit Sie als Bürger vor Ort kompetente Hilfe erhalten. Wenden Sie sich bei Interesse oder Rückfragen direkt an die zuständige Person Ihrer Gemeinde:

  • Igersheim: Nadine Hofmann, Telefon 07931/497-27, E-Mail nadine.hofmann@igersheim.de. In der Gemeinde Igersheim ist sie Ihre erste Anlaufstelle für den Strommessgerät Verleih Kontakt.
  • Tauberbischofsheim: Alexander Stiller, Telefon 09341/803-6108, E-Mail alexander.stiller@tauberbischofsheim.de. Er kümmert sich um die Ausleihe und beantwortet technische Fragen.
  • Weikersheim: Andreas Fischer-Klärle, Telefon 07934/102-50, E-Mail andreas.fischer-klaerle@weikersheim.de. Er berät Sie gerne zur Nutzung des Messgeräts und zur Interpretation der Verbrauchswerte.
  • Wertheim: Michel Dohne, Telefon 09342/301-488, E-Mail michel.dohne@wertheim.de. Auch hier erhalten Sie das Gerät sowie Unterstützung bei der Durchführung der Messungen.

Zögern Sie nicht, die genannten Personen zu kontaktieren. Sie helfen Ihnen bei der Terminvereinbarung, bei technischen Fragen und bei der Einordnung der Messergebnisse. So stellen Sie sicher, dass Sie die Stromfresser in Ihrem Haushalt zuverlässig aufspüren und langfristig Stromkosten senken können. Die Energieberatung Main-Tauber steht als übergeordnete Anlaufstelle ebenfalls für weiterführende Informationen zur Verfügung.

Häufig gestellte Fragen

Wie genau funktioniert das Strommessgerät und wie schließe ich es richtig an?

Das Strommessgerät stecken Sie einfach zwischen das zu prüfende Gerät und die Steckdose. Es misst den aktuellen Verbrauch in Watt und die verbrauchte Kilowattstunde über die Zeit. Lesen Sie vor dem ersten Einsatz die kurze Anleitung, dann können Sie sofort den Stromverbrauch jedes Geräts ablesen. Achten Sie darauf, dass das Gerät während der Messung typisch läuft, etwa ein Kühlschrank über mehrere Stunden.

Kann ich das Gerät auch nach dem 31. Juli noch ausleihen?

Viele Verbraucherzentralen, Stadtwerke oder Bibliotheken bieten die Ausleihe dauerhaft an, nicht nur bis zu einem bestimmten Datum. Die Aktion „Strommessgerät ausleihen“ läuft oft das ganze Jahr. Fragen Sie am besten direkt bei Ihrer lokalen Energieberatung nach den aktuellen Konditionen.

Ist die Ausleihe wirklich kostenlos oder fallen versteckte Gebühren an?

In der Regel ist die Ausleihe kostenlos, manche Stellen verlangen jedoch ein Pfand, das Sie bei Rückerstattung zurückbekommen. Erkundigen Sie sich vorab, ob ein Pfand fällig wird und wie lange die Leihfrist ist. So vermeiden Sie Überraschungen und können Ihr Strommessgerät ausleihen, ohne versteckte Kosten befürchten zu müssen.


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