Pflanzen für Schmetterlinge: 13 überraschende Arten, die sie anlocken

Schmetterlinge zählen zu den schönsten Besuchern im Garten. Viele Hobbygärtner setzen jedoch auf die falschen Pflanzen, wenn sie Tagfalter oder Nachtfalter anlocken möchten. Ein erfolgreicher Schmetterlingsgarten braucht mehr als nur bunte Blüten. Die Tiere benötigen sonnige Plätze zum Aufwärmen ihrer Flügel und ein flaches Wasserbecken, um Flüssigkeit aufzunehmen. Denn Raupen sind oft auf eine oder wenige Pflanzenarten spezialisiert – etwa Möhre, Dill oder Brennnessel. Die folgenden 13 Pflanzen bieten eine gelungene Mischung aus heimischen und exotischen Gewächsen, die für überraschende Gäste in Ihrem Garten für Insekten sorgen.

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1. Sommerflieder (Buddleja davidii) – Der Magnetz für Tagfalter

Kaum eine Pflanze ist so bekannt für ihre Anziehungskraft auf Schmetterlinge wie der Sommerflieder. Der auch als Schmetterlingsflieder bekannte Strauch lockt mit seinen duftenden, violetten Blütenrispen zahlreiche Tagfalter an. Zu den regelmäßigen Besuchern zählen Kleiner Fuchs, Schwalbenschwanz, Tagpfauenauge und verschiedene Bläulinge. Diese Pflanzen für Schmetterlinge überraschende Vielfalt an Gästen ist ein echter Blickfang im Garten. Besonders an sonnigen Tagen summt und flattert es rund um den Strauch.

Für eine üppige Blüte benötigt der Buddleja davidii einen sonnigen, windgeschützten Standort. Der Strauch ist winterhart und gedeiht auf durchlässigen Böden. Ein Rückschnitt im zeitigen Frühjahr, etwa im März, fördert die Blütenbildung und hält die Pflanze kompakt. Schneiden Sie die Triebe auf etwa 20 bis 30 Zentimeter zurück. Mit der richtigen Sommerflieder Pflege können Sie über viele Jahre hinweg Tagfalter anlocken und beobachten.

2. Färberkamille (Cota tinctoria) – Ein Blütenmeer mit bis zu 500 Röhrenblüten

Diese Wildstaude ist ein wahres Nektarparadies und blüht den ganzen Sommer über. Die Färberkamille, botanisch als Cota tinctoria bekannt, wird 30 bis 60 Zentimeter hoch und hat bis zu 500 Röhrenblüten je Kopf – ein Paradies für Nektarsammler. Damit bietet sie Faltern eine ergiebige Nahrungsquelle, während Sie sich an den leuchtend gelben Blüten erfreuen. Die Pflanze sät sich selbst aus und ist ideal für naturnahe Gärten, da sie sich unkompliziert vermehrt und jedes Jahr aufs Neue erscheint. Sie bevorzugt sonnige, durchlässige Böden und ist winterhart, sodass sie auch in rauen Lagen problemlos gedeiht. Wenn Sie die verblühten Köpfe im Herbst stehen lassen, fördern Sie die Selbstaussaat und locken zusätzlich Vögel an. Setzen Sie die Färberkamille in Gruppen oder als Randbepflanzung ein, um ein dichtes Blütenmeer zu schaffen. Ein Rückschnitt nach der ersten Blüte regt eine zweite Blühphase an, sodass Sie bis in den Spätsommer hinein Schmetterlinge beobachten können. Diese pflegeleichte Staude ist eine Bereicherung für jeden Garten, der auf Nachhaltigkeit und Artenvielfalt setzt.

3. Geißblatt (Lonicera heckrottii ‘Goldflame’) – Nachtfalter lieben den Duft

Wenn die Dämmerung kommt, öffnet das Geißblatt seine duftenden Blüten und lockt nachtaktive Falter an. Diese Kletterpflanze, auch bekannt als Lonicera heckrottii ‘Goldflame’, zählt zu den überraschenden Pflanzen für Schmetterlinge, die vor allem nachtaktive Arten wie Nachtfalter anziehen. Der intensive Duft wird bei Dunkelheit freigesetzt und lockt die Insekten aus der Ferne an. Für Ihren Garten bedeutet das: Selbst in den Abendstunden erleben Sie lebendiges Treiben.

Ein idealer Standort für Nachtfalter ist ein schattiger bis halbschattiger Platz an einem Rankgerüst. Das Geißblatt wächst dort üppig und benötigt wenig Pflege. Es ist winterhart und mehrjährig, sodass Sie sich über viele Jahre an den Blüten erfreuen können. Pflanzen Sie es an eine Laube, einen Zaun oder eine Pergola – schon bald werden Sie beobachten, wie die Nachtfalter den süßen Duft suchen. Diese Duftpflanze bereichert jeden Garten und fördert die Artenvielfalt auf eine besondere Weise.

4. Rispenhortensie ‘Butterfly’ (Hydrangea paniculata ‘Butterfly’) – Nektar auf Augenhöhe

Diese Hortensie ist eine echte Überraschung für alle, die nach Pflanzen für Schmetterlinge suchen. Die Rispenhortensie ‘Butterfly’ lockt die Falter mit ihren nektarreichen Blüten an. Anders als bei bodendeckenden Arten können Sie hier die Besucher auf Augenhöhe beobachten. Die Pflanze wird bis zu 200 Zentimeter hoch und öffnet ab Juni ihre weißen Blütenrispen, die oft einen zarten Rosaton annehmen. Für die Balkonbepflanzung eignet sich diese Hydrangea paniculata hervorragend. Setzen Sie sie in einen großen Kübel, dann bleibt sie kompakter und erreicht dennoch eine stattliche Höhe. Wählen Sie einen halbschattigen Standort, damit sich die Blüten optimal entwickeln. Die Hortensie für Schmetterlinge ist winterhart und pflegeleicht – selbst Anfänger kommen mit ihr gut zurecht. Ein regelmäßiger Rückschnitt im Frühjahr fördert die Bildung neuer Blütentriebe.

Tipps für den Balkon: Achten Sie bei der Kübelpflanze auf ausreichend Wasser, besonders an heißen Tagen. Eine Drainage im Topf verhindert Staunässe, die die Wurzeln schädigen würde. Mit einem durchlässigen Substrat und einer gelegentlichen Düngergabe sorgen Sie für üppige Blüten bis in den Herbst hinein. So wird Ihr Balkon zu einer echten Oase für Falter – und Sie genießen das Schauspiel aus nächster Nähe.

5. Phlox paniculata ‘Glut’ – Leuchtende Farbe im Spätsommer

Wenn viele Stauden bereits verblüht sind, sorgt der Phlox paniculata ‘Glut’ für einen letzten farbigen Höhepunkt im Garten. Diese Sorte wird etwa 80 Zentimeter hoch und blüht im August und September. Damit gehört sie zu den wertvollen Spätsommerblühern, die Schmetterlingen noch spät im Jahr eine verlässliche Nahrungsquelle bieten. Die leuchtenden Blüten locken zahlreiche Falter an und setzen gleichzeitig farbliche Akzente im Staudenbeet. Pflanzen für Schmetterlinge überraschende Wirkung entfalten vor allem dann, wenn sie wie der Phlox paniculata ‘Glut’ zu einer Zeit blühen, in der das Nahrungsangebot für Insekten bereits knapper wird. Der Standort sollte sonnig bis halbschattig sein, der Boden feucht und nährstoffreich. Staunässe verträgt die Pflanze nicht, daher ist eine gute Drainage wichtig.

Mit einer einfachen Blütenpflege verlängern Sie die Blütezeit deutlich: Entfernen Sie regelmäßig verwelkte Blütenstände, denn das regt die Pflanze zur Bildung neuer Knospen an. So bleibt der Phlox bis in den September hinein attraktiv für Schmetterlinge und verschönert zugleich das Beet. Die Sorte ‘Glut’ eignet sich hervorragend für die hintere Reihe eines Staudenbeetes, da sie mit ihrer Höhe eine gute Struktur bietet. Kombinieren Sie sie mit niedrigeren Spätsommerblühern, um ein vielschichtiges Bild zu schaffen. Achten Sie beim Gießen darauf, die Blätter nicht zu benetzen, um Pilzkrankheiten vorzubeugen. Mit diesen Maßnahmen wird der Phlox paniculata ‘Glut’ zu einem verlässlichen Magneten für Falter in Ihrem Garten.

6. Dunkle Weg-Malve (Malva sylvestris var. mauritiana) – Selbstaussaat für unkomplizierte Gärtner

Wenn Sie einen pflegeleichten Garten bevorzugen, ist die Dunkle Weg-Malve eine ideale Wahl unter den Pflanzen für Schmetterlinge. Diese überraschende Art, eine Varietät der bekannten Weg-Malve, wächst robust und benötigt wenig Aufmerksamkeit. Die Pflanze erreicht eine Höhe von bis zu 100 Zentimetern und zeigt von Mai bis September ihre auffälligen, dunklen Blüten. In dieser Zeit bietet sie Faltern eine verlässliche Nektarquelle. Besonders praktisch für Sie: Die Dunkle Weg-Malve sät sich selbst aus. Sie müssen sich also nicht jedes Jahr um eine neue Aussaat kümmern. Die Samen fallen aus und keimen an geeigneten Stellen von selbst. Dadurch entstehen mit der Zeit kleine Bestände, die sich natürlich im Garten verteilen. Diese Eigenschaft macht die Malva sylvestris zu einer perfekten Wildpflanze für naturnahe Ecken oder weniger beachtete Bereiche im Beet.

Der Standort sollte sonnig sein, aber die Pflanze verträgt auch längere Trockenheitsperioden erstaunlich gut. Gießen ist daher nur in extremen Phasen notwendig. Ein durchlässiger Boden ist ausreichend. Da sich die Weg-Malve selbstständig vermehrt, können Sie sie einfach gewähren lassen. Falls sie an einer Stelle unerwünscht wächst, lässt sie sich leicht ausreißen. So schaffen Sie mit minimalem Aufwand einen dauerhaften Lebensraum für Schmetterlinge. Kombinieren Sie die Dunkle Weg-Malve mit anderen nektarreichen Pflanzen für Schmetterlinge, um die überraschende Vielfalt in Ihrem Garten zu erhöhen und den Faltern über die gesamte Saison Nahrung zu bieten.

7. Duftnessel ‘Black Adder’ (Agastache rugosa) – Ein Bienen- und Schmetterlingsmagnet

Eine weitere überraschende Art unter den Pflanzen für Schmetterlinge ist die Duftnessel ‘Black Adder’. Sie wird knapp einen Meter hoch und blüht von Juli bis September. In dieser Zeit lockt sie nicht nur Schmetterlinge an, sondern auch Bienen und Hummeln, die die violetten Blütenstände regelrecht umschwärmen. Die Duftnessel ist daher eine der bienenfreundlichsten Stauden für den Garten. Sie bevorzugt einen sonnigen, trockenen Standort und ist zudem winterhart. Ihre Trockenheitsverträglichkeit macht sie zu einer pflegeleichten Pflanze, die auch in heißen Sommern gut zurechtkommt. Besonders reizvoll sind die ätherischen Öle, die einen angenehmen Duft nach Anis verströmen. Dieser Duft ist für Menschen ein Genuss, während er Schmetterlinge und andere Insekten magisch anzieht. Pflanzen Sie die Duftnessel an einen warmen, geschützten Platz im Beet oder in eine sonnige Rabatte. Kombinieren Sie sie mit anderen nektarreichen Stauden, um den Faltern über die gesamte Saison hinweg eine verlässliche Nahrungsquelle zu bieten. Die Duftnessel ‘Black Adder’ ist eine echte Bereicherung für jeden naturnahen Garten.

8. Hohe Fetthenne (Sedum telephium) – Nahrung für den Spätsommer und Herbst

Wenn andere Pflanzen bereits verblühen, beginnt die Hohe Fetthenne erst richtig mit ihrer Blütezeit. Diese Staude ist ein wertvoller Herbstblüher, der Schmetterlingen im Spätsommer und Herbst eine letzte, reichhaltige Nektarquelle bietet. Die Hohe Fetthenne (Sedum telephium) wird bis zu 70 Zentimeter hoch und zeigt ihre rosafarbenen bis rötlichen Blütendolden, wenn viele andere Pflanzen bereits verblüht sind. Sie bevorzugt sonnige, trockene Standorte und ist daher ideal für einen Steingarten oder einen kargen, durchlässigen Boden. Die Fetthenne ist zudem winterhart und extrem pflegeleicht, was sie zu einer perfekten Wahl für pflegeleichte Beete macht. Pflanzen Sie sie in eine sonnige Ecke, und Sie bieten den Faltern noch bis in den Oktober hinein eine verlässliche Nahrungsquelle. Die Kombination mit früher blühenden Stauden wie der Duftnessel sorgt für ein durchgehendes Nahrungsangebot über die gesamte Saison. Die Hohe Fetthenne ist ein unkomplizierter, aber effektiver Beitrag für einen schmetterlingsfreundlichen Garten.

9. Gemeines Leimkraut (Silene vulgaris) – Einheimische Schönheit für den Naturgarten

Nach der Hohen Fetthenne möchten wir Ihnen eine weitere heimische Pflanze vorstellen, die sich hervorragend in einen schmetterlingsfreundlichen Garten integrieren lässt: das Gemeine Leimkraut. Diese Wildpflanze ist ein wichtiger Nektarlieferant für viele heimische Falter und gehört zu den überraschenden Pflanzen für Schmetterlinge, die in naturnahen Gärten oft zu Unrecht übersehen werden. Mit seinen weißen, duftenden Blüten bereichert das Leimkraut jeden Standort, den es besiedelt.

Das Gemeine Leimkraut bevorzugt sonnige bis halbschattige Plätze mit durchlässigem Boden. Es blüht von Mai bis September und bietet damit über einen langen Zeitraum hinweg Nahrung. Die Pflanze ist winterhart und mehrjährig, sodass Sie sich über Jahre an ihr erfreuen können. Ein besonderer Vorteil: Sie sät sich selbst zuverlässig aus und sorgt so für eine natürliche Ausbreitung im Beet. Wenn Sie also einen pflegeleichten und nachhaltigen Beitrag zur Artenvielfalt leisten möchten, ist diese einheimische Schönheit eine ideale Wahl. Pflanzen Sie das Gemeine Leimkraut in Gräserstreifen oder Wildstaudenbeete und beobachten Sie, wie Tagfalter und Nachtfalter gleichermaßen von den Blüten angezogen werden.

10. Gewöhnliche Schneebeere (Symphoricarpos albus) – Beeren für Vögel, Blüten für Falter

Eine weitere Pflanze für Schmetterlinge, die oft übersehen wird, ist die Gewöhnliche Schneebeere (Symphoricarpos albus). Sie ist ein wahrer Allrounder im Garten: Die kleinen, glockigen Blüten erscheinen von Juni bis September und locken zahlreiche Falter an. Gleichzeitig dienen die weißen Beeren, die im Herbst reifen, Vögeln als wichtige Nahrungsquelle für den Winter. Damit vereint diese Heckenpflanze gleich zwei ökologische Vorteile – sie ist ein Vogelnährgehölz und ein Schmetterlingsmagnet zugleich.

Die Schneebeere bevorzugt sonnige bis halbschattige Standorte und stellt kaum Ansprüche an den Boden. Sie ist winterhart, robust und wächst auch an weniger optimalen Plätzen zuverlässig. Ideal eignet sie sich für Heckenpflanzungen, wo sie als dichte, pflegeleichte Strukturpflanze dient. Wenn Sie einen naturnahen Garten anlegen möchten, setzen Sie die Schneebeere als Teil einer gemischten Hecke ein – sie bereichert das Ökosystem und bietet sowohl Schmetterlingen als auch Vögeln einen wertvollen Lebensraum.

11. Waldrebe (Clematis) – Rankende Schönheit für Nektar und Kletterhilfe

Nachdem die Schneebeere bereits als Teil einer gemischten Hecke überzeugt hat, bietet die Waldrebe eine weitere interessante Möglichkeit, Ihren Garten für Schmetterlinge attraktiv zu gestalten. Diese rankende Kletterpflanze ist nicht nur dekorativ, sondern erfüllt gleich zwei wichtige Funktionen für die fliegenden Besucher. Zum einen liefern die Blüten der Clematis wertvollen Nektar, zum anderen dient die Pflanze selbst als ideale Kletterhilfe und Sitzplatz. Schmetterlinge nutzen die Ranken gern, um sich in der Sonne zu wärmen oder kurz auszuruhen.

Die Waldrebe eignet sich hervorragend für die Bepflanzung von Zäunen, Rankgittern oder Pergolen. Viele Sorten sind winterhart und gedeihen an einem sonnigen bis halbschattigen Standort. Achten Sie darauf, dass der Boden nicht zu trocken ist – eine Mulchschicht hält die Feuchtigkeit. Wenn Sie eine Kletterpflanze suchen, die Ihrem Garten vertikale Struktur verleiht und gleichzeitig Schmetterlinge anlockt, ist die Clematis eine ausgezeichnete Wahl. Sie lässt sich gut mit anderen Pflanzen kombinieren und schafft so einen lebendigen Lebensraum für viele Insekten. Pflanzen für Schmetterlinge überraschende Wirkung zeigen sich auch bei dieser rankenden Schönheit, die oft als reine Zierpflanze unterschätzt wird.

12. Möhre (Daucus carota) – Mehr als nur Gemüse: Raupenfutterpflanze für den Schwalbenschwanz

Nicht nur rankende Gewächse, auch unscheinbare Wildkräuter sind wahre Schätze im Garten. Die wilde Möhre ist eine wichtige Futterpflanze für die Raupen des prächtigen Schwalbenschwanzes. Denn die Raupen dieser Falter sind oft auf eine oder wenige Pflanzenarten spezialisiert – etwa Möhre, Dill oder Brennnessel. Ohne diese spezifischen Raupenfutterpflanzen können sie sich nicht entwickeln. Lassen Sie daher gern einige wilde Möhren in einer sonnigen, mageren Ecke Ihres Gartens stehen. Die Pflanze sät sich von selbst aus und benötigt kaum Pflege.

Die Blüten der Möhre bieten zudem Nektar für erwachsene Schmetterlinge. Diese Pflanzen für Schmetterlinge überraschende Wirkung entfalten sich auf mehreren Ebenen: Sie ernähren sowohl die Raupen als auch die Falter. Die wilde Möhre (Daucus carota) ist damit eine echte Bereicherung für jeden naturnahen Garten. Stellen Sie sicher, dass der Standort vollsonnig ist und der Boden nicht zu nährstoffreich. Dann werden Sie bald die geschwungenen Flügel des Schwalbenschwanzes über den weißen Blütendolden tanzen sehen. Verzichten Sie zudem auf Insektizide in diesem Bereich, um den gesamten Kreislauf zu schützen.

13. Dill (Anethum graveolens) – Würzige Pflanze für Schmetterlingsraupen

Nachdem Sie nun den Schwalbenschwanz im Garten begrüßen können, möchten Sie vielleicht wissen, wie Sie seine Entwicklung fördern. Dill ist eine wichtige Raupenfutterpflanze für diese Art. Schmetterlingsraupen sind oft auf eine oder wenige Pflanzenarten spezialisiert – etwa Möhre, Dill oder Brennnessel. Der Schwalbenschwanz nutzt Doldenblütler wie Dill als Futterquelle für seine Larven. Die gelben Doldenblüten der einjährigen Pflanze Anethum graveolens locken daneben auch erwachsene Schmetterlinge an. Sie liefern Nektar und sind ein attraktiver Blickfang. Für den Anbau wählen Sie einen sonnigen, geschützten Standort im Beet oder im Kübel. Dill ist pflegeleicht und gedeiht in durchlässigem Boden. Säen Sie ihn ab Frühjahr direkt ins Freiland. Verzichten Sie bewusst auf Insektizide, um die empfindlichen Raupen nicht zu gefährden. So bieten Sie dem Schwalbenschwanz einen vollständigen Lebensraum – von der Eiablage bis zur Nahrungsaufnahme der adulten Tiere. Diese würzige Pflanze verbindet praktischen Nutzen in der Küche mit einem wertvollen Beitrag zur Artenvielfalt. Planen Sie einige Dill-Pflanzen gezielt in Ihrem Garten ein, um die faszinierende Metamorphose des Schwalbenschwanzes hautnah zu erleben.

Häufig gestellte Fragen

Wie pflege ich die Pflanzen, damit sie möglichst lange blühen und Schmetterlinge anlocken?

Gießen Sie die Pflanzen regelmäßig, aber vermeiden Sie Staunässe. Entfernen Sie verblühte Blütenstände, um die Bildung neuer Blüten zu fördern. Ein sonniger Standort und gelegentliche Düngergaben unterstützen eine lange Blütezeit. Wählen Sie eine Mischung aus verschiedenen Pflanzen, um über die Saison hinweg Nahrung zu bieten.

Brauchen Schmetterlinge außer Nektar auch Raupenfutterpflanzen? Und wenn ja, welche sollte ich zusätzlich pflanzen?

Ja, für eine nachhaltige Schmetterlingspopulation sind Raupenfutterpflanzen essenziell. Während erwachsene Schmetterlinge Nektar benötigen, sind die Raupen auf bestimmte Wirtspflanzen angewiesen. Dazu gehören Brennnesseln, Fenchel oder Disteln. Pflanzen Sie diese in einer geschützten Ecke, um den gesamten Lebenszyklus zu unterstützen.

Sind die genannten Pflanzen winterhart und mehrjährig?

Viele der überraschenden Pflanzen für Schmetterlinge sind mehrjährig und winterhart. Dazu zählen etwa Lavendel, Thymian oder die Fetthenne. Einige Arten benötigen jedoch Winterschutz, besonders in raueren Lagen. Informieren Sie sich vor dem Kauf über die spezifischen Anforderungen der jeweiligen Pflanze.


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