Montbretien (Crocosmia x crocosmiiflora) verwandeln Sommerbeete mit ihren leuchtenden Farben in ein wahres Blütenmeer. Die exotisch anmutenden Sommerblüher gehören zu den Zwiebelpflanzen und begeistern von Juni bis September mit einer intensiven Blütenpracht. Damit Sie lange Freude an Ihren Crocosmien haben, kommt es auf die richtige Pflege an. Denn bei falschem Standort, unsachgerechter Pflanzung oder Frost leidet der Blütenflor empfindlich. Wer Montbretien pflegen möchte, sollte daher einige grundlegende Prinzipien beachten. Mit den folgenden drei Profi-Tipps gelingt es Ihnen, Ihre Pflanzen über viele Jahre hinweg zu einer üppigen Blüte zu führen.

1. Die perfekte Pflanzung: So setzen Sie die Knollen richtig
Schon beim Pflanzen legen Sie den Grundstein für eine reiche Blüte. Die Pflanzzeit ist im Frühjahr, nachdem der letzte Frost vorüber ist. Dann ist der Boden bereits ausreichend erwärmt. Setzen Sie die Knollen etwa 15 Zentimeter tief in die Erde. Ein entscheidender Faktor ist die Drainage im Beet: Geben Sie auf den Boden des Pflanzlochs eine Schicht Sand. So verhindern Sie effektiv Staunässe, die die Knollen sonst schnell faulen lässt. Füllen Sie das Loch anschließend mit einer Mischung aus Erde, Kompost und Sand auf. Diese lockere Struktur fördert das Wurzelwachstum und die Nährstoffaufnahme.
Ein Geheimtipp für einen kräftigen Start: Weichen Sie die Knollen vor dem Einpflanzen ein. Lassen Sie sie mindestens zwei, maximal jedoch zwölf Stunden in lauwarmem Wasser liegen. Das regt den Austrieb merklich an. Kontrollieren Sie die Knollen dabei genau: Nur gesunde Knollen erkennen Sie an ihrer festen Konsistenz und der glatten, unversehrten Schale. Gleich bei der Pflanzung geben Sie die einzige Düngergabe für die gesamte Saison. Verteilen Sie eine Handvoll Hornspäne Dünger oder reifen Kompost im Pflanzloch. Damit versorgen Sie Ihre Montbretien optimal, ohne sie zu überdüngen. Wer Montbretien pflegen möchte, schafft mit dieser sorgfältigen Pflanzung die besten Voraussetzungen für eine üppige Blütenpracht.
2. Die richtige Bewässerung und Düngung für üppige Blüten
Nach der gelungenen Pflanzung stellt sich die Frage nach der optimalen Wasser- und Nährstoffversorgung. Wasser und Nährstoffe sind der Treibstoff für die Blüte – jedoch mit unterschiedlichen Ansätzen im Beet und Kübel. Beim Gießen von Montbretien gilt: Regelmäßigkeit ist wichtiger als große Mengen auf einmal. Die Pflanzen benötigen während der Wachstumsphase konstante, aber nicht zu häufige Wassergaben. Vermeiden Sie unbedingt Staunässe, denn diese führt schnell zu Fäulnis an den Knollen. Gießen Sie lieber durchdringend und lassen Sie die Erde anschließend leicht antrocknen. So vermeiden Sie Trockenstress, ohne die Wurzeln zu ertränken. Die Bewässerungshäufigkeit hängt stark vom Standort und der Witterung ab – an heißen Tagen kann tägliches Gießen nötig sein, während in kühleren Phasen eine Pause von mehreren Tagen ausreicht.
Bei der Düngung unterscheidet sich die Pflege von Beet- und Kübelpflanzen deutlich. Für Montbretien im Beet ist die initiale Düngegabe mit Hornspänen oder Kompost die einzige für die gesamte Vegetationsperiode. Diese Startdüngung versorgt die Pflanzen nachhaltig, ohne sie zu überdüngen. Anders sieht es bei Montbretien im Kübel aus: Hier sind die Nährstoffe schneller aufgebraucht. Düngen Sie Kübelpflanzen während der Wachstumsphase regelmäßig mit Flüssigdünger nach Herstellerhinweisen. Ein spezieller Flüssigdünger für Sommerblüher eignet sich besonders gut, da er die Blütenbildung fördert. Wer Montbretien pflegen möchte, sollte diesen Unterschied beachten, um eine üppige Blütenpracht zu erzielen. Mit der richtigen Bewässerung und bedarfsgerechten Düngung legen Sie den Grundstein für gesunde, blühfreudige Pflanzen.
3. Überwinterung: So schützen Sie Ihre Montbretien vor Frost
Haben Sie die Montbretien pflegen und mit der richtigen Bewässerung und Düngung versorgt, steht nun die wichtigste Entscheidung für die kalte Jahreszeit an. Der Winter entscheidet über das Überleben der Knollen – mit der richtigen Methode kommen sie heil durch die kalte Zeit. Grundsätzlich gilt: In Regionen mit strengen Wintern, in denen die Temperaturen regelmäßig unter minus zehn Grad fallen, müssen Sie die Knollen aus dem Beet ausgraben. Die Winterhärte der Montbretien ist begrenzt, daher ist dieser Frostschutz für Montbretien in rauen Lagen unerlässlich. Lassen Sie die Knollen nach der Ernte einige Tage an einem luftigen Ort trocknen und entfernen Sie anhaftende Erde. Anschließend erfolgt die Lagerung von Blumenzwiebeln in einer Kiste mit trockenem Sand oder Torf. Der Lagerort sollte kühl, frostfrei und dunkel sein, idealerweise bei etwa fünf bis zehn Grad.
Wann müssen Sie Ihre Montbretien also ausgraben? In den meisten Regionen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz ist dies der sicherste Weg, um die Pflanzen zu erhalten. Anders sieht es in milden Weinbauregionen aus. Dort können die Montbretien im Beet bleiben. Sie benötigen dann jedoch einen guten Winterschutz. Decken Sie die Pflanzstelle mit einer dicken Packung Laub oder einer Reisigabdeckung ab. Diese Schicht schützt den Boden vor tiefem Durchfrieren. Die regionalen Unterschiede sind entscheidend für das Überleben der Knollen. Wenn Sie unsicher sind, wie kalt der Winter in Ihrer Gegend wird, graben Sie die Knollen lieber aus. So stellen Sie sicher, dass Ihre Montbretien auch im nächsten Jahr wieder üppig blühen. Mit diesem Wissen zum Knollen überwintern sind Sie bestens für die kalte Jahreszeit gerüstet.
Häufig gestellte Fragen
Wie lagere ich die Knollen im Winter, nachdem ich sie ausgegraben habe?
Nach dem Ausgraben die Knollen von anhaftender Erde befreien und an einem kühlen, frostfreien Ort aufbewahren. Ein dunkler, gut belüfteter Raum eignet sich ideal. Beim Montbretien pflegen ist die richtige Lagerung entscheidend, damit die Knollen gesund bleiben.
Kann ich Montbretien auch in Regionen mit strengem Winter im Beet lassen?
In Regionen mit strengem Winter ist es riskant, Montbretien draußen zu lassen. Die Knollen sind frostempfindlich. Ein Winterschutz aus Laub oder Reisig kann helfen, aber sicherer ist das Ausgraben und Einlagern.
Warum blühen meine Montbretien nicht, obwohl ich sie richtig gepflanzt habe?
Bleibt die Blüte aus, liegt das oft an zu wenig Sonne oder zu viel Stickstoffdünger. Auch ein zu nasser Standort oder zu dichtes Pflanzen kann die Ursache sein. Überprüfen Sie den Standort und die Pflege, um die Blütenpracht zu fördern.




