Stromfresser im Haushalt: Kostenlos Messgeräte ausleihen & sparen

Sparen Sie Stromkosten, indem Sie versteckte Stromfresser in Ihrem Haushalt aufspüren. Mit einem kostenlosen Messgerät können Sie ganz einfach Ihren Stromverbrauch messen und gezielt Stromfresser im Haushalt messen. Die Energieagentur Main-Tauber-Kreis bietet in Kooperation mit den Kommunen Igersheim, Tauberbischofsheim, Weikersheim und Wertheim den Verleih dieser Geräte an.

Bis Freitag, 31. Juli, können sich interessierte Bürgerinnen und Bürger die Messgeräte bei den Städten und Gemeinden ausleihen. Nutzen Sie diese Gelegenheit, um Ihren Stromverbrauch zu analysieren und dauerhaft Stromkosten zu senken.

So leihen Sie ein Strommessgerät aus – Ansprechpartner und Ablauf

Der Weg zum Messgerät ist kurz: Melden Sie sich bei Ihrer Gemeinde, holen Sie das Gerät ab und legen Sie los. In der Regel genügt ein Anruf oder eine E-Mail, um den Verleih zu vereinbaren. Die Geräte sind meist für zwei bis drei Wochen ausleihbar – genug Zeit, um alle größeren Verbraucher im Haushalt zu prüfen. Mit einem solchen Gerät können Sie Ihre Stromfresser im Haushalt messen und gezielt Einsparpotenziale aufdecken.

Stromfresser Haushalt messen – Beispiel aus der Praxis
Bild: andreas160578 / Pixabay

Ansprechpartner in Igersheim und Tauberbischofsheim

In Igersheim ist Nadine Hofmann Ihre Ansprechpartnerin. Sie erreichen sie telefonisch unter 07931/497-27 oder per E-Mail an nadine.hofmann@igersheim.de. In Tauberbischofsheim kümmert sich Klimaschutzmanager Alexander Stiller um den Strommessgerät Verleih. Seine Telefonnummer lautet 09341/803-6108, seine E-Mail alexander.stiller@tauberbischofsheim.de. Beide stellen das Messgerät kostenlos zur Verfügung und geben bei Bedarf eine kurze Einweisung. Martin Krupp, Geschäftsführer der Energieagentur Main-Tauber-Kreis, unterstützt die Aktion und steht für weiterführende Fragen zur Energieberatung Main-Tauber zur Verfügung.

Was tun, wenn die eigene Gemeinde nicht genannt ist?

Für Weikersheim und Wertheim fehlen derzeit noch konkrete Kontaktdaten. Das bedeutet aber nicht, dass ein Messgerät ausleihen Gemeinde dort nicht möglich ist. Fragen Sie einfach direkt im Rathaus nach – oft läuft der Verleih über das Bauamt oder den Klimaschutzbeauftragten. Ein Tipp: Ein Flyer, der dem Gerät beiliegt, erklärt die Nutzung und gibt zusätzliche Tipps zum Energiesparen im Haushalt. So können Sie auch ohne persönliche Beratung sofort starten und Ihre Stromfresser Haushalt messen. Die Energieagentur Main-Tauber-Kreis plant, das Angebot weiter auszubauen – bleiben Sie also dran, falls Ihre Kommune noch nicht dabei ist.

Typische Stromfresser im Haushalt – wo sich das Messen lohnt

Manche Geräte laufen heimlich und treiben die Stromrechnung in die Höhe – das Messgerät deckt sie auf. Besonders Kühlschränke, Fernseher, Computer, Spielekonsolen oder Ladegeräte können wahre Stromfresser sein. Mit einem ausgeliehenen Messgerät können Sie genau diese Geräte überprüfen und so die größten Einsparpotenziale identifizieren. Wo genau sich das Stromfresser Haushalt messen lohnt, zeigen die folgenden Beispiele.

Inspiration für Stromfresser Haushalt messen
Bild: JoaquinAranoa / Pixabay

Kühlschrank und Gefriertruhe

Kühlgeräte laufen rund um die Uhr und gehören daher zu den Geräten mit hohem Stromverbrauch. Ein älteres Modell oder eine schlecht schließende Tür verursacht oft unnötig hohe Kosten. Mit einem Messgerät können Sie den tatsächlichen Verbrauch über mehrere Tage erfassen. Vergleichen Sie den Wert mit dem Energieeffizienz-Label – liegt er deutlich höher, lohnt sich oft der Austausch gegen ein neues, sparsames Gerät. Auch die richtige Einstellung der Temperatur (7 Grad im Kühlschrank, -18 Grad im Gefrierer) senkt den Verbrauch spürbar.

Unterhaltungselektronik und Bürogeräte

Fernseher, Computer und Spielekonsolen sind im Alltag oft stundenlang in Betrieb. Doch auch im ausgeschalteten Zustand verbrauchen sie Strom – der sogenannte Standby Verbrauch. Ein Messgerät zeigt Ihnen, wie viel Energie Ihre Geräte im Standby-Modus ziehen. Viele moderne Fernseher oder Receiver benötigen auch im Ruhemodus noch mehrere Watt. Das summiert sich über das Jahr. Noch deutlicher wird der Effekt bei Ladegeräten für Smartphones oder Laptops: Stecken sie dauerhaft in der Steckdose, verbrauchen sie auch ohne angeschlossenes Gerät Strom. Mit dem Messgerät decken Sie solche versteckten Verbraucher auf und können gezielt gegensteuern – etwa durch abschaltbare Steckerleisten. So wird das Stromfresser finden zur einfachen Aufgabe, die sich direkt in der Stromrechnung bemerkbar macht.

So funktioniert die Messung – Watt und Jahreskosten verstehen

Nachdem Sie die versteckten Verbraucher identifiziert haben, möchten Sie nun genau wissen, wie viel Strom jedes Gerät tatsächlich verbraucht. Dafür benötigen Sie lediglich ein Strommessgerät, das Sie in vielen Gemeinden kostenlos ausleihen können. Die Handhabung ist denkbar einfach und liefert Ihnen sofort Klarheit über die tatsächlichen Kosten.

Ideen rund um Stromfresser Haushalt messen
Bild: jackmac34 / Pixabay

Schritt-für-Schritt zur Messung

Um den Stromverbrauch messen zu können, stecken Sie das Messgerät zwischen die Steckdose und das zu prüfende Gerät. Schalten Sie das Gerät dann wie gewohnt ein. Das Display zeigt Ihnen nun die aktuelle Leistung in Watt an. Für eine aussagekräftige Messung lassen Sie das Gerät ruhig einige Stunden oder einen ganzen Tag lang laufen. Bei Kühlschränken oder Gefriertruhen sind mindestens 24 Stunden sinnvoll, da der Kompressor nicht permanent läuft. So erhalten Sie einen realistischen Durchschnittswert.

Was bedeuten die angezeigten Werte?

Das Messgerät rechnet die gemessenen Watt automatisch in die voraussichtlichen Jahresstromkosten um. Sie sehen auf einen Blick, ob der alte Kühlschrank mit mehreren hundert Euro pro Jahr zu Buche schlägt oder ob der Standby-Verbrauch des Fernsehers tatsächlich nur ein paar Euro ausmacht. Diese Anleitung zur Stromverbrauchsmessung hilft Ihnen, Watt in Kosten umzurechnen, ohne selbst komplizierte Formeln anwenden zu müssen. Moderne Geräte zeigen sogar die hochgerechneten Kosten für ein ganzes Jahr an. Mit dieser konkreten Zahl können Sie sofort entscheiden: Lohnt sich ein Neukauf oder reicht es, das Gerät häufiger auszuschalten? Die berechneten Jahresstromkosten sind der entscheidende Wert, um Ihr Sparpotenzial realistisch einzuschätzen. Nehmen Sie sich für jedes Gerät fünf Minuten Zeit – die Ergebnisse werden Sie überraschen und motivieren, alte Stromfresser gezielt auszutauschen.

Was tun, wenn Sie einen Stromfresser entdeckt haben?

Hohe Verbrauchswerte sind kein Grund zur Panik. Viele Haushalte stehen vor derselben Frage, nachdem sie ihre Stromfresser im Haushalt messen. Der erste Schritt ist bereits getan: Sie wissen nun, welche Geräte besonders viel Energie benötigen. Jetzt geht es darum, gezielt gegenzusteuern. Ein hilfreicher Begleiter ist dabei der Flyer, den Sie bei der Ausleihe des Messgeräts erhalten. Dieser erklärt nicht nur die Nutzung der Geräte, sondern gibt auch zusätzliche Energiespartipps für den Haushalt. Die darin enthaltenen Ratschläge sind oft einfach umsetzbar und zeigen konkrete Einsparmöglichkeiten auf.

Stromfresser Haushalt messen: stromfresser haushalt
Bild: jggrz / Pixabay

Tipps aus dem Flyer der Energieagentur

Der Flyer enthält praktische Handlungsanleitungen. Prüfen Sie zum Beispiel, ob sich ein Gerät komplett ausschalten lässt, anstatt es im Standby-Modus zu lassen. Viele Verbraucher unterschätzen, wie viel Strom der Bereitschaftsmodus kostet. Eine einfache Lösung ist eine abschaltbare Steckdosenleiste. Damit können Sie mehrere Geräte auf einmal vom Netz trennen und so Standby vermeiden. Auch die richtige Nutzung spielt eine Rolle: Kühlschränke sollten nicht neben einer Wärmequelle stehen, und Waschmaschinen laufen effizienter bei niedrigeren Temperaturen. Diese kleinen Anpassungen summieren sich schnell zu einer spürbaren Ersparnis auf der Jahresabrechnung.

Passend dazu: Energiesparen im Haushalt: 5 bewährte Postbank-Tipps vertieft dieses Thema mit konkreten Beispielen.

Wann sich ein Neukauf lohnt

Bei älteren Geräten, die besonders hohe Werte auf dem Messgerät anzeigen, lohnt oft ein Austausch. Moderne Kühl-Gefrierkombinationen oder Waschmaschinen verbrauchen häufig nur einen Bruchteil der Energie ihrer Vorgänger. Wenn Sie ein Gerät identifizieren, das bereits über zehn Jahre alt ist und dauerhaft hohe Verbrauchszahlen liefert, sollten Sie über eine Neuanschaffung nachdenken. Das Geräte austauschen Strom sparen ist hier die direkteste Methode. Achten Sie beim Neukauf auf die Energieeffizienzklasse – ein Gerät der Klasse A oder besser amortisiert die Anschaffungskosten oft innerhalb weniger Jahre durch niedrigere Stromrechnungen. So verwandeln Sie die Erkenntnisse aus dem Messvorgang in nachhaltige Einsparungen.

Befristetes Angebot und offene Fragen zur Ausleihe

Nachdem Sie nun wissen, wie sich die Messergebnisse in dauerhafte Einsparungen umsetzen lassen, sollten Sie die Gelegenheit zur kostenlosen Ausleihe nicht ungenutzt verstreichen lassen. Denn das Angebot der Energieagentur Main-Tauber, im Rahmen der regionalen Stromsparaktion ein Strommessgerät ausleihen zu können, ist befristet. Bis Freitag, 31. Juli, können sich interessierte Bürgerinnen und Bürger die Geräte bei den teilnehmenden Städten und Gemeinden abholen. Ob die Aktion über diesen Zeitpunkt hinaus verlängert wird, ist derzeit nicht bekannt. Wer also den eigenen Stromverbrauch mit einem Messgerät analysieren und so die größten Stromfresser im Haushalt messen möchte, sollte sich zeitnah um das Leihgerät kümmern.

Die Ausleihe wirft jedoch einige Fragen auf, die die örtlichen Stellen bislang noch nicht abschließend beantwortet haben. Es ist beispielsweise unklar, wie lange Sie das Strommessgerät behalten dürfen. Handelt es sich um eine Leihe über mehrere Tage, eine Woche oder gar einen längeren Zeitraum? Auch die Frage nach einer möglichen Kaution ist noch offen. Zwar ist die Ausleihe grundsätzlich kostenlos, aber viele vergleichbare Verleihaktionen verlangen ein Pfand, um die Geräte vor Verlust oder Beschädigung zu schützen. Ob dies auch hier der Fall ist, erfahren Sie direkt bei Ihrer Gemeindeverwaltung.

Wie lange darf ich das Gerät behalten?

Die genaue Ausleihdauer wird nicht zentral festgelegt, sondern scheint von der jeweiligen Gemeinde abzuhängen. Erkundigen Sie sich daher vorab, ob Sie das Messgerät für einen bestimmten Zeitraum reservieren können. Gerade in den ersten Tagen der Aktion könnte die Nachfrage hoch sein, sodass eine frühzeitige Anfrage sinnvoll ist.

Muss ich ein Pfand hinterlegen?

Ob ein Pfand fällig wird, ist ebenfalls nicht einheitlich geregelt. Einige Städte verlangen eine geringe Sicherheitsleistung, andere kommen ganz ohne Kaution aus. Klären Sie dies am besten telefonisch oder per E-Mail, bevor Sie den Weg zum Ausleihort antreten. So vermeiden Sie unnötige Überraschungen und können das Strommessgerät ausleihen, ohne dass unerwartete Kosten entstehen.

Gewerbliche Nutzer sollten sich ebenfalls informieren, ob die Aktion ausschließlich für Privathaushalte gedacht ist. In der Regel sind solche regionalen Stromsparaktionen auf Bürgerinnen und Bürger zugeschnitten, doch eine Nachfrage lohnt sich. Mit dem Messgerät können Sie dann gezielt die Stromfresser im Haushalt messen und nachhaltig gegen hohe Verbrauchswerte vorgehen – aber nur, wenn Sie die Frist im Blick behalten und die offenen Details klären.

Häufig gestellte Fragen

Wie und wo kann ich ein Strommessgerät ausleihen?

Viele Gemeinden, Verbraucherzentralen oder Energieberatungsstellen bieten kostenlose Strommessgeräte zur Ausleihe an. Fragen Sie direkt bei Ihrer Stadtverwaltung, der örtlichen Bibliothek oder einem Energieversorger nach. Oft können Sie das Gerät für einige Tage mitnehmen, um die größten Stromfresser im Haushalt zu messen.

Kostet die Ausleihe wirklich nichts oder fallen Gebühren an?

In der Regel ist die Ausleihe kostenlos – es wird lediglich eine Pfandkaution oder eine Hinterlegung Ihres Ausweises verlangt. Manche Stellen verlangen eine geringe Leihgebühr, die aber meist unter fünf Euro liegt. Erkundigen Sie sich vorab telefonisch oder auf der Webseite, ob die Ausleihe tatsächlich ohne versteckte Kosten möglich ist.

Welche Geräte sollte ich zuerst auf Stromfresser testen?

Beginnen Sie mit Geräten, die lange laufen oder viel Energie verbrauchen: Kühlschrank, Gefriertruhe, Waschmaschine, Trockner und Heizungspumpen. Auch Geräte im Standby-Modus wie Fernseher, Router oder Spielekonsolen lohnen sich. Mit einem Messgerät ermitteln Sie schnell, wo sich der höchste Stromverbrauch verbirgt und wo sich ein Austausch besonders lohnt.

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