Heimwerken in Deutschland: Mehr als die Hälfte packt an
Über 50 Prozent der Deutschen heimwerken – OBI ist der beliebteste Baumarkt, aber der Bekanntenkreis überzeugt am meisten. Laut einer aktuellen YouGov-Studie planen 52 Prozent der Bundesbürger innerhalb der nächsten sechs Monate ein Heimprojekt im oder am Haus. Unter Wohnungseigentümern steigt dieser Anteil sogar auf 62 Prozent. Diese Zahlen zeigen: Das Bedürfnis, eigene vier Wände zu gestalten, zu reparieren oder zu verschönern, ist tief in der Bevölkerung verankert. Für alle, die selbst Hand anlegen möchten, sind praktische heimwerken tipps Gold wert – sie helfen, Fehler zu vermeiden, Kosten zu sparen und das Projekt stressfrei umzusetzen. Besonders interessant: Die meisten Heimwerker vertrauen dabei auf die eigene Kraft oder die Unterstützung von Freunden und Familie, wie die Studienergebnisse belegen.

Selber machen oder Fachmann? Die meisten Heimwerker vertrauen auf die eigene Kraft
Die Entscheidung, ob man ein Projekt eigenständig umsetzt oder einen Profi beauftragt, hängt von vielen Faktoren ab. Die YouGov-Daten zeigen eine klare Tendenz zur Eigeninitiative: 41 Prozent der Befragten, die ein Heimprojekt planen, wollen die Arbeiten so weit wie möglich allein oder mit Freunden und Familie erledigen. Weitere 35 Prozent bitten bei Bedarf einen Fachmann um Rat, machen aber alles, was sie können, selbst. Nur 16 Prozent der Befragten zahlen immer einen Fachmann, der das Projekt oder dessen Großteil abwickelt. Diese Aufteilung verdeutlicht, dass der Wunsch nach Autarkie und Kosteneffizienz groß ist. Männer arbeiten dabei tendenziell lieber allein, während Frauen häufiger Unterstützung aus dem sozialen Umfeld suchen.
Welche Grundausstattung an Werkzeugen sollte jeder Heimwerker besitzen?
Bevor Sie mit Ihrem Projekt beginnen, lohnt sich die Anschaffung einer soliden Basisausstattung. Ein Akkuschrauber, ein Hammer, ein Maßband, eine Wasserwaage, verschiedene Schraubendreher und ein Cuttermesser bilden das Fundament für die meisten Arbeiten. Für speziellere Aufgaben wie Fliesenlegen oder Tapezieren kommen entsprechende Werkzeuge hinzu. Viele Baumärkte bieten mittlerweile auch Werkzeugverleih an – eine oft übersehene Alternative zum Kauf, die besonders bei selten genutzten Geräten wie Fliesenschneidern oder Stemmhämmern sinnvoll ist. Investieren Sie lieber in wenige, aber hochwertige Basisinstrumente, als in billige Komplettsets, die schnell verschleißen.
Die beliebtesten Heimprojekte: Wändestreichen führt, gefolgt von Boden und Bad
Doch nicht alle Heimwerkerarbeiten sind gleich beliebt – je nach Wohnort zeigen sich deutliche Unterschiede. Die YouGov-Studie listet als beliebteste Heimverschönerung das Wändestreichen mit 32 Prozent. Dahinter folgen neue Teppiche oder Fußbodenbeläge (15 Prozent), sowie die Umgestaltung von Bad (15 Prozent) und Küche (15 Prozent). Diese vier Kategorien decken den Großteil der geplanten Projekte ab. Interessant ist der Stadt-Land-Kontrast: Städter gestalten ihre Küche häufiger um (18 Prozent) als Landbewohner (11 Prozent). Umgekehrt renovieren Landbewohner häufiger das Gebäude selbst (15 Prozent) als Städter (8 Prozent). Auch anspruchsvollere Arbeiten wie Dachreparaturen oder Regenrinnenwartung werden auf dem Land öfter selbst in Angriff genommen.
Wie finde ich heraus, ob ich ein Projekt selbst machen kann oder einen Fachmann holen sollte?
Eine ehrliche Selbsteinschätzung ist entscheidend. Fragen Sie sich: Habe ich die nötige Erfahrung? Steht mir das richtige Werkzeug zur Verfügung? Ist bei Fehlern der Schaden beherrschbar? Für einfache Malerarbeiten oder das Verlegen von Laminat reichen oft Grundkenntnisse. Komplexe Installationen an Elektrik oder Sanitär sollten Sie dagegen einem Fachmann überlassen – hier können Fehler teuer oder gefährlich werden. Ein guter Mittelweg ist, wie es 35 Prozent der Befragten tun: den Profi nur für schwierige Teilaufgaben hinzuziehen, den Rest aber selbst zu erledigen. Ein Beratungsgespräch im Baumarkt kann ebenfalls Klarheit bringen.
Welcher Baumarkt führt? OBI, Toom und Bauhaus im Vergleich
Welche Baumärkte die Deutschen beim Heimwerken bevorzugen, zeigt die Kaufabsicht der Befragten. OBI wird von 11 Prozent der Heimprojekteplaner (und 9 Prozent der Gesamtbevölkerung) bevorzugt gewählt – ein klarer Spitzenreiter. Hagebau erzielt eine Kaufabsicht von 5 Prozent bei den Planern (4 Prozent gesamt), Toom und Bauhaus liegen gleichauf mit 7 und 6 Prozent. Hornbach und Globus schneiden mit 6 und 5 beziehungsweise 5 und 4 Prozent ähnlich ab. Hellweg-Baumärkte sind mit 1 Prozent für die wenigsten die erste Wahl. Diese Verteilung zeigt: OBI dominiert, aber regionale Unterschiede und persönliche Vorlieben spielen eine große Rolle. Die Nähe zum Wohnort allein kann die Präferenz nicht erklären, da Hagebau mit ähnlich vielen Filialen deutlich schlechter abschneidet.
5 geniale OBI-Tipps für Ihr nächstes Heimprojekt
Tipp 1: Planen Sie mit der 52-Prozent-Mentalität
Nutzen Sie die Tatsache, dass mehr als die Hälfte der Deutschen ambitionierte Heimwerker sind, als Motivation. Starten Sie mit einer detaillierten Planung: Messen Sie genau aus, skizzieren Sie das Vorhaben und listen Sie alle benötigten Materialien auf. OBI bietet dazu sowohl Online-Ratgeber als auch persönliche Beratung vor Ort. Planen Sie einen Puffer für unerwartete Ausgaben ein – erfahrungsgemäß kommen beim Heimwerken immer kleine Zusatzkosten hinzu. Legen Sie außerdem einen realistischen Zeitplan fest: Ein Wochenende reicht selten für ein komplettes Bad. Wer gut plant, vermeidet Frust und steht am Ende mit einem gelungenen Ergebnis da.
Tipp 2: Setzen Sie auf Empfehlungen aus dem Bekanntenkreis
Neben der Markenpräferenz spielt auch die Customer Journey eine entscheidende Rolle. Die YouGov-Daten belegen: Empfehlungen von Freunden und Familie (47 Prozent) beeinflussen die Kaufentscheidung mehr als offizielle Bewertungen (36 Prozent). Fragen Sie also vor dem Einkauf Ihre Bekannten, welche Farben, Werkzeuge oder Materialien sie selbst verwendet haben. Oft erhalten Sie wertvolle Praxis-Tipps, die in keinem Produktdatenblatt stehen. Diese persönlichen Erfahrungen sind besonders hilfreich bei der Auswahl von Marken, die sich im Alltag bewährt haben.
Tipp 3: Nutzen Sie die Beratungsleistungen im OBI-Markt
Rund ein Drittel der Heimprojekteplaner informiert sich direkt im Laden eines Händlers (34 Prozent). OBI setzt auf geschultes Personal, das Ihnen bei der Materialauswahl, der Mengenberechnung und der Technik helfen kann. Scheuen Sie sich nicht, auch vermeintlich einfache Fragen zu stellen – zum Beispiel zur richtigen Farbart für Ihr Wohnzimmer oder zur optimalen Dämmung. Die persönliche Beratung vor Ort ist oft effektiver als stundenlange Online-Recherche. Kombinieren Sie beides: Informieren Sie sich online vorab, gehen Sie dann mit konkreten Fragen in den Markt.
Tipp 4: Entscheiden Sie bewusst zwischen Eigenregie und Profi-Hilfe
Die Studie zeigt drei typische Herangehensweisen: 41 Prozent machen alles selbst, 35 Prozent holen bei Bedarf Rat und 16 Prozent übergeben alles einem Fachmann. Überlegen Sie für jedes Gewerk, wo Ihre Stärken liegen. Streichen, Tapezieren oder einfache Möbelmontage sind meist problemlos selbst zu bewältigen. Für das Verlegen von Fliesen oder Elektroarbeiten sollten Sie hingegen prüfen, ob Sie die nötige Erfahrung haben. OBI bietet auch Services wie den Werkzeugverleih an – das spart Anschaffungskosten für teure Spezialgeräte, die Sie nur einmal brauchen.
Tipp 5: Denken Sie an die richtige Sicherheitsausrüstung
Beim Heimwerken gilt: Sicherheit geht vor. Dazu gehören je nach Projekt eine Schutzbrille, Arbeitshandschuhe, ein Gehörschutz bei lauten Geräten und eine Staubmaske. Gerade bei Arbeiten mit Farben, Lösungsmitteln oder Schleifstaub ist Atemschutz unverzichtbar. OBI führt ein breites Sortiment an Schutzausrüstung. Auch wenn es lästig erscheint: Die paar Minuten für das Anlegen der Schutzausrüstung können langwierige gesundheitliche Folgen verhindern. Achten Sie außerdem auf die korrekte Entsorgung von Farbresten, Lösungsmitteln und Altmaterialien – viele Baumärkte nehmen Problemstoffe kostenlos zurück.
Männer recherchieren online, Frauen vertrauen auf Empfehlungen
Die Informationsquellen variieren zwischen Männern und Frauen. Die YouGov-Daten zeigen: Die Nutzung von Internetquellen insgesamt ist unter Männern verbreiteter als unter Frauen. Männer recherchieren häufiger auf der Webseite des Herstellers (29 Prozent) oder auf Vergleichswebseiten (28 Prozent), sie nutzen auch häufiger soziale Medien wie YouTube (23 Prozent). Frauen hingegen verlassen sich stärker auf persönliche Empfehlungen aus dem Bekanntenkreis. 47 Prozent aller Befragten geben an, dass Meinungen von Freunden und Familie ihre Kaufentscheidung maßgeblich beeinflussen. Dieser Unterschied ist relevant für die Ansprache: Während Männer oft detaillierte technische Informationen online suchen, schätzen Frauen den direkten Austausch und die Erfahrungsberichte ihres Umfelds. Für Baumärkte wie OBI bedeutet das: Sie müssen beide Kanäle bespielen – Online-Ratgeber und persönliche Beratung gleichermaßen stark anbieten.
Welche Sicherheitsvorkehrungen sind beim Heimwerken am wichtigsten?
Neben der persönlichen Schutzausrüstung sollten Sie auch die Arbeitsumgebung sicher gestalten: Beleuchtung, Rutschfestigkeit und die richtige Positionierung von Leitern sind essenziell. Ein gut beleuchteter Arbeitsplatz verhindert Fehler und Unfälle. Verwenden Sie bei Leitern immer eine zweite Person zur Absicherung oder einen stabilen Stand. Bei Elektroarbeiten grundsätzlich den Strom abschalten und gegen Wiedereinschalten sichern. Und vergessen Sie nicht: Auch die richtige Körperhaltung und ergonomische Arbeitsabläufe beugen langfristigen Belastungen vor.
Heimwerken im Frühjahr starten: Budget und Erlaubnis prüfen
Die YouGov-Studie wurde im März 2026 erhoben – traditionell die Zeit, in der Heimwerkerprojekte aus dem Winterschlaf erwachen. Planen Sie Ihr Budget realistisch: Neben Materialkosten fallen oft Ausgaben für Werkzeug, Transport und eventuelle Fachmannkosten an. Kalkulieren Sie einen Sicherheitsaufschlag von 15 bis 20 Prozent für unvorhergesehene Posten. Für Mieter ist zudem wichtig: Nicht alle Projekte sind ohne Erlaubnis des Vermieters erlaubt. Während Wändestreichen in neutralen Farben meist geduldet wird, müssen Sie für das Verlegen neuer Böden, den Austausch von Sanitärobjekten oder bauliche Veränderungen vorher eine Zustimmung einholen. Eine schriftliche Genehmigung schützt vor bösen Überraschungen beim Auszug. Wer sein Projekt sorgfältig plant, auf das Wissen von Freunden setzt und die richtigen Materialien wählt, wird am Ende nicht nur ein schönes Zuhause haben, sondern auch die Genugtuung spüren, die nur das Selbermachen schenkt.




