Warum das Testspiel zwischen Dynamo Dresden und den Rangers vorerst geplatzt ist
Viele Fans des Zweitligisten hatten sich auf ein Wiedersehen mit dem schottischen Traditionsklub gefreut. Schließlich verbindet die beiden Vereine eine besondere historische Begegnung aus dem Jahr 1967. Die Organisation dieses Freundschaftsspiels hatte es sogar als Tagesordnungspunkt auf die jüngste Mitgliederversammlung von Dynamo Dresden geschafft. Das SDG-Mitglied Frank Bergmann erwirkte per Antrag die konkrete Planung eines Testspiels zwischen Dynamo Dresden und den Rangers. Nun aber die Ernüchterung: Zumindest im Sommer 2026 wird diese Partie nicht stattfinden.

Der Cheftrainer der Rangers, der in Zwickau geborene Danny Röhl, musste für das laufende Jahr absagen. Der 37-Jährige erklärte gegenüber bild.de: „Solche ein Spiel hätten wir zu gern möglich gemacht. Beispielsweise mit einem Trainingslager im Weimarer Land und dann Testspielen in Dresden und beim FSV Zwickau – da hätte ich uns schon gern eine kleine Osttour gebaut.“ Diese Absage wiegt umso schwerer, weil Röhl mit seiner Mannschaft eine starke Saison gespielt hat und die Fans in Sachsen auf ein sportliches Highlight gehofft hatten. Der Grund für die Absage liegt im eng getakteten Terminkalender der Rangers, der durch die bevorstehenden Europacup-Qualifikationsspiele bestimmt wird.
Danny Röhls Vision einer Osttour und die zeitliche Zwickmühle
Danny Röhl, der in Zwickau aufgewachsen ist, hatte sich offenbar eine persönliche Rückkehr nach Ostdeutschland gewünscht. Seine Idee sah ein mehrtägiges Trainingslager im Weimarer Land vor, verbunden mit Testspielen in Dresden und beim FSV Zwickau – quasi eine kleine Nostalgietour durch seine fußballerische Heimat. Die Verbindung zu Dynamo Dresden ist dabei keine rein sentimentale: Röhl kennt den Verein und seine besondere Fan-Kultur aus eigener Erfahrung. Dass der Trainer der Glasgow Rangers diesen Wunsch äußerte, zeigt, wie hoch die Wertschätzung für den sächsischen Klub auf der Insel ist.
Allerdings wird zumindest in diesem Sommer nichts aus dieser Tour. Der Zeitplan der Rangers lässt keine Lücke für ein Freundschaftsspiel im Trainingslager. Röhl musste aus rein terminlichen Gründen absagen – nicht etwa aus mangelndem Interesse oder sportlicher Geringschätzung. Dies unterstreicht die Professionalität, mit der die Schotten ihre Saisonvorbereitung angehen. Für Dynamo Dresden bedeutet dies, dass der Verein kurzfristig nach einem Ersatzgegner für die Sommervorbereitung suchen muss. Der geplatzte Termin hinterlässt eine Lücke im Kalender, die es zu füllen gilt.
Früher Trainingsstart wegen Europacup-Qualifikation
Der entscheidende Grund für die Absage liegt im frühen Trainingsstart der Rangers. „Wir werden schon am 19. Juni wieder mit dem Training beginnen, weil wir voraussichtlich früh in die Quali-Runden zum Europacup einsteigen“, erklärte Danny Röhl. „Das wird zeitlich zu knapp.“ Diese knappe Bemerkung verdeutlicht den Druck, unter dem die schottische Mannschaft steht. Während viele andere Klubs erst im Juli die Vorbereitung aufnehmen, müssen die Rangers bereits im Juni auf dem Platz stehen, um für die erste Qualifikationsrunde bereit zu sein.
Dieser frühe Termin hat direkte Auswirkungen auf die Planung von Freundschaftsspielen. In der heißen Phase der Saisonvorbereitung sind Testspiele gegen internationale Top-Gegner wie Dynamo Dresden schlicht nicht unterzubringen. Die Rangers konzentrieren sich voll auf die Pflichtspiele, die über den Einzug in die Gruppenphase der Europa League oder sogar der Champions League entscheiden. Für Dynamo Dresden ist diese Absage zwar bedauerlich, aber nachvollziehbar. Der Verein muss nun andere Wege finden, um seiner Mannschaft hochkarätige Testspielgegner zu bieten.
Rangers unter Röhl und Ex-Dynamo Lense: Eine erfolgreiche Saison
Die Glasgow Rangers haben unter der Leitung von Danny Röhl und Sascha Lense eine beachtliche Saison gespielt. Lense, der früher selbst für Dynamo Dresden aktiv war, arbeitet bei den Schotten als Performance Manager – ein Sportpsychologe, der für die mentale Stärke der Mannschaft mitverantwortlich zeichnet. Gemeinsam führten sie die Rangers auf Platz drei der schottischen Premiership. Dieses Resultat ist umso beachtlicher, als dass die ersten beiden Plätze direkt für die Champions League qualifiziert hätten. Platz eins und zwei hätten für die Königsklasse gereicht, doch durch den Pokalsieg von Erzrivale Celtic starten die Rangers nun in der Qualifikation zur Europa League.
Diese sportliche Entwicklung macht die Rangers zu einem noch attraktiveren Gegner für ein Freundschaftsspiel. Ein Testspiel gegen einen Verein, der kurz vor der Champions-League-Qualifikation steht oder sogar schon in der Gruppenphase spielt, wäre für Dynamo Dresden eine hervorragende Standortbestimmung. Zudem wäre die mediale Aufmerksamkeit enorm. Die Verbindung zwischen den beiden Klubs durch Persönlichkeiten wie Sascha Lense verleiht der Begegnung eine zusätzliche emotionale Tiefe. Der Ex-Dynamo ist ein lebendiges Symbol für die Brücke, die zwischen Dresden und Glasgow besteht.
Mitgliederantrag als Hebel: Wie Frank Bergmann die Planung vorantrieb
Die Initiative für das Testspiel ging von der Basis aus. Frank Bergmann, Mitglied der SGD, stellte auf der Mitgliederversammlung einen Antrag, der die Vereinsführung zur Organisation eines Freundschaftsspiels gegen die Glasgow Rangers aufforderte. Dieser Antrag wurde zum Tagesordnungspunkt und schließlich durchgewunken. Der Vorgang zeigt, wie Mitglieder in einem demokratisch organisierten Verein aktiv Einfluss auf die sportliche Planung nehmen können. Solche Instrumente der Fan-Mitbestimmung sind im deutschen Profifußball eher selten, werden aber bei Traditionsvereinen wie Dynamo Dresden gelebt.
Bergmanns Engagement beschränkte sich nicht auf das Jahr 2026. Bereits im November des Vorjahres stellte er einen Extra-Antrag, der auf das Jahr 2027 zielte. Seine Idee: Anlässlich des 60-jährigen Jubiläums des ersten Dresdner Europapokalspiels 1967 gegen die Glasgow Rangers soll Dynamo im Sommer 2027 ein Freundschaftsspiel gegen die Schotten organisieren. „Im Ibrox-Stadium war ich schon beim Old-Firm-Derby gegen Celtic, da ist die Stimmung auch gut, aber ich würde lieber ein Heimspiel sehen“, sagte Bergmann damals. Der Antrag wurde ebenfalls durchgewunken. Damit hat die Vereinsführung grünes Licht, um für 2027 die Planungen voranzutreiben.
Wie Fans die Planung von Freundschaftsspielen aktiv beeinflussen können
Der Fall Bergmann zeigt: Mitgliederanträge sind ein wirksames Mittel, um die Geschicke des Vereins mitzubestimmen. Jedes Mitglied von Dynamo Dresden kann Anträge zu verschiedenen Themen stellen – von der Kaderplanung bis zu Testspielgegnern. Der Antrag muss jedoch bestimmte formale Kriterien erfüllen und rechtzeitig vor der Mitgliederversammlung eingereicht werden. Die Versammlung entscheidet dann per Abstimmung über die Annahme. Im Idealfall wird der Antrag so konkret formuliert, dass der Vorstand einen klaren Auftrag hat. So können Fans wie Frank Bergmann maßgeblich dazu beitragen, dass hochkarätige Begegnungen wie gegen die Rangers auf die Agenda kommen.
Für Fans, die selbst aktiv werden möchten, empfiehlt es sich, sich vorab über die Satzung und die Geschäftsordnung der Mitgliederversammlung zu informieren. Wichtig ist, den Antrag schriftlich und fristgerecht einzureichen – meist mehrere Wochen vor dem Versammlungstermin. Zudem sollte der Antrag gut begründet sein, um eine Mehrheit der Mitglieder zu überzeugen. Der Erfolg von Frank Bergmann zeigt, dass sich dieser Aufwand lohnen kann. Die Idee eines Jubiläumsspiels 2027 ist nun offiziell Teil der Vereinsplanung – ein Paradebeispiel für gelebte Mitgliederdemokratie.
Das Jubiläum 2027: Die große Chance für ein Freundschaftsspiel
Bleibt die Hoffnung, dass es im kommenden Sommer klappt. Das Jahr 2027 markiert das 60. Jubiläum des ersten Europapokalspiels von Dynamo Dresden – und damals hieß der Gegner Glasgow Rangers. Dieses historische Datum bietet den perfekten Anlass für ein Freundschaftsspiel. Die Mitgliederversammlung hat den entsprechenden Antrag von Frank Bergmann bereits durchgewunken. Die Chancen auf ein Jubiläumsspiel im Sommer 2027 stehen gut, wenn es der Zeitplan hergibt und Danny Röhl die Rangers erfolgreich durch die nächste Saison führt.
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Die zeitliche Perspektive ist entscheidend. Im Sommer 2027 könnte die Terminplanung der Rangers deutlich günstiger aussehen als in diesem Jahr. Wenn die Schotten sich frühzeitig für eine europäische Gruppenphase qualifizieren oder gar nicht in den Qualifikationsrunden antreten müssen, entsteht ein Zeitfenster für Freundschaftsspiele. Zudem wäre ein solches Spiel ein sportliches und marketingtechnisches Highlight – nicht nur für Dynamo Dresden, sondern auch für die schottischen Gäste. Vielleicht kommen die Rangers dann sogar als Meister oder Champions-League-Starter nach Sachsen. Diese Vision treibt die Verantwortlichen an.
Welche Alternativen für Dynamo Dresden in der Sommervorbereitung infrage kommen
Da das Spiel gegen die Rangers 2026 ausfällt, muss Dynamo Dresden kurzfristig Ersatz suchen. In der Sommervorbereitung sind Testspiele gegen andere internationale Gegner denkbar. Der Verein könnte auf Vereine aus dem europäischen Ausland setzen, die ebenfalls in der Vorbereitung stecken – etwa aus Tschechien, Polen oder Österreich. Auch ein Heimspiel gegen eine deutsche Spitzenmannschaft oder ein Traditionsduell gegen einen Lokalrivalen wäre möglich. Die Vereinsführung wird dabei sowohl sportliche als auch wirtschaftliche Aspekte berücksichtigen. Ein Ersatzgegner sollte attraktiv für die Fans sein, aber auch den Trainern die Möglichkeit geben, die Mannschaft gezielt zu fordern.
Eine weitere Option wäre die Verlegung des Spiels in das Jahr 2027, wie es der Antrag von Frank Bergmann vorsieht. Damit wäre der Ersatzgegner für 2026 vielleicht weniger spektakulär, aber die Vorfreude auf das eigentliche Highlight im Jubiläumsjahr bliebe erhalten. Dynamo Dresden kann diese Zeit nutzen, um die Organisation eines würdigen Rahmenprogramms zu planen. Ein Freundschaftsspiel gegen die Rangers zum 60-jährigen Jubiläum des ersten Europapokalspiels wäre ein Ereignis, das weit über die Grenzen Sachsens hinausstrahlen würde. Die Verbindung zwischen den beiden Klubs ist einzigartig – sie verdient eine angemessene Feier.
Die Faszination von Testspielen zwischen Traditionsclubs
Freundschaftsspiele zwischen Traditionsvereinen wie Dynamo Dresden und den Glasgow Rangers haben eine besondere Anziehungskraft. Sie verbinden sportlichen Wettkampf mit historischer Erinnerung und emotionalen Momenten. Für Fans sind solche Begegnungen eine Gelegenheit, die eigene Vereinsgeschichte lebendig werden zu lassen. Wenn dann noch persönliche Verbindungen wie die von Danny Röhl und Sascha Lense hinzukommen, entsteht eine ganz eigene Atmosphäre. Solche Spiele sind mehr als nur Vorbereitung – sie sind Fankultur pur.
Welche Rolle das Jubiläum 1967 in der aktuellen Vereinskommunikation spielt
Das Jahr 1967 ist für Dynamo Dresden ein Meilenstein, der in der Vereinskommunikation immer wieder aufgegriffen wird. Das erste Europapokalspiel gegen die Glasgow Rangers war der Auftakt zu einer Reihe internationaler Begegnungen, die den Ruhm des Klubs in den folgenden Jahrzehnten begründeten. Das Jubiläum 2027 bietet die seltene Gelegenheit, dieses Kapitel der Vereinsgeschichte mit einem konkreten Ereignis zu verbinden – einem Freundschaftsspiel gegen denselben Gegner. Die Vereinsführung wird dies sicherlich nutzen, um die Tradition zu betonen und die Fanbasis zu begeistern.
Ein solches Spiel wäre nicht nur ein nostalgischer Rückblick, sondern auch ein Statement für die Gegenwart und Zukunft von Dynamo Dresden. Es zeigt, dass der Verein international vernetzt ist und sich auf Augenhöhe mit renommierten Klubs bewegt. Die mediale Berichterstattung würde weit über die Region hinausgehen. Für die Fans wäre es eine emotionale Reise in die Vergangenheit, die gleichzeitig die aktuelle sportliche Entwicklung widerspiegelt. Die Kommunikation rund um das Jubiläum 2027 könnte ein zentraler Bestandteil der Saisonvorbereitung werden – mit einer Mischung aus Historie, Sport und Leidenschaft.
Ausblick: Was das Spiel für Fans und Verein bedeuten würde
Ein Freundschaftsspiel zwischen Dynamo Dresden und den Glasgow Rangers im Sommer 2027 wäre ein sportliches und emotionales Highlight. Es würde die tiefe Verbundenheit der beiden Traditionsvereine feiern, die 1967 mit einem Europapokalspiel begann. Für die Fans wäre es eine seltene Gelegenheit, ein Stück lebendige Vereinsgeschichte zu erleben – verbunden mit der Hoffnung auf ein Wiedersehen mit einem ikonischen Gegner. Die Mitglieder von Dynamo Dresden haben mit ihrem Votum für den Antrag gezeigt, dass sie dieses Spiel unbedingt wollen.
Die Realisierung hängt nun vor allem vom sportlichen Erfolg der Rangers ab. Wenn Danny Röhl sein Team weiterhin stabil in die europäischen Wettbewerbe führt und der Terminkalender 2027 eine Lücke lässt, steht einer denkwürdigen Begegnung nichts im Wege. Vielleicht kommen die Schotten dann sogar als Meister oder Champions-League-Starter nach Sachsen – eine Vorstellung, die die Fantasie der Fans beflügelt. Bis dahin bleibt die Vorfreude lebendig, und Dynamo Dresden kann die Zeit nutzen, um das Rahmenprogramm zu einem unvergesslichen Fußballfest zu gestalten. Die Geschichte zwischen den beiden Klubs hat noch ein Kapitel offen – und es könnte eines der schönsten werden.




