So begann das Klinik-Drama um Hubert Fella
Dschungelcamp-Star Hubert Fella kämpft in der Rhön-Klinik gegen eine lebensbedrohliche Hirnvenenthrombose – die OP soll das Blutgerinnsel im Kopf entfernen. Die Nachricht von der Hubert Fella Thrombose verbreitete sich schnell, denn der 58-jährige Reality-Star liegt seit dem 19. Mai in der Klinik. Ursprünglich wurde er wegen akuter Schwindel-Symptome eingeliefert. Nach eigenen Angaben fand er zu Hause plötzlich nicht mehr das Schlüsselloch seiner Haustür. Was zunächst nach einer harmlosen Gleichgewichtsstörung aussah, entpuppte sich als medizinischer Notfall. Ein MRT brachte die schwerwiegende Diagnose ans Licht: eine Hirnvenen- oder Sinusvenenthrombose.

Bei dieser seltenen Erkrankung blockiert ein Blutgerinnsel den Blutabfluss im Gehirn. Dadurch kann der Druck im Schädel gefährlich ansteigen. Die Erkrankung gilt als medizinischer Notfall und muss schnell behandelt werden, da sie lebensbedrohlich werden kann. Die Ärzte der renommierten Rhön-Klinik in Bad Neustadt handelten daher sofort und leiteten alle notwendigen Schritte ein. Für Fella begann damit ein Klinikdrama, das sein Leben in Sekundenschnelle veränderte.
Welche Untersuchung führte zur endgültigen Diagnose der Hirnvenenthrombose?
Nachdem die Ärzte zunächst von einer Nervenentzündung ausgegangen waren, brachte erst die Magnetresonanztomographie (MRT) die Wahrheit ans Licht. Dieses bildgebende Verfahren kann Blutgerinnsel in den Venen des Gehirns zuverlässig darstellen. Ohne diese spezifische Untersuchung wäre die Hubert Fella Thrombose womöglich unerkannt geblieben – mit verheerenden Folgen. Das MRT ist daher der Goldstandard, wenn der Verdacht auf eine Sinusvenenthrombose besteht. Es zeigt nicht nur das Gerinnsel selbst, sondern auch mögliche Stauungen des Blutes oder beginnende Hirnschädigungen.
Ärzte wollen Blutgerinnsel im Kopf entfernen
Die Ärzte planen nun einen entscheidenden Eingriff. Die Operation ist für den 26. Mai angesetzt und erfolgt minimalinvasiv über die Leiste. Dieses Verfahren, die sogenannte endovaskuläre Thrombektomie, ermöglicht es den Spezialisten, das Blutgerinnsel im Kopf zu erreichen, ohne den Schädel öffnen zu müssen. Über einen Katheter, der über die Leistenarterie bis zu den betroffenen Hirnvenen vorgeschoben wird, versuchen die Ärzte, die Thrombose aufzulösen. Fella selbst äußerte sich gegenüber BILD zuversichtlich: „Ich werde am Dienstag operiert. Die Ärzte wollen die Thrombose in meinem Kopf entfernen. Das wird wohl noch ein paar Mal operiert, aber vielleicht habe ich Glück und es klappt gleich beim ersten Mal.“
Die minimalinvasive Technik gilt heute oft als schonendere Alternative zur offenen Hirnchirurgie. Sie reduziert das Infektionsrisiko, verkürzt den Krankenhausaufenthalt und führt zu einer schnelleren Genesung. Dennoch bleibt der Eingriff riskant, da die Gefäße im Gehirn äußerst empfindlich sind. Die Rhön-Klinik verfügt jedoch über ein spezialisiertes Team für interventionelle Neuroradiologie, das solche Eingriffe routinemäßig durchführt. Der Fokus liegt derzeit auf der OP und der Auflösung des Blutgerinnsels.
Wie läuft eine minimalinvasive Thrombektomie über die Leiste ab?
Stellen Sie sich vor, Sie liegen wach, aber örtlich betäubt auf dem Behandlungstisch. Der Arzt punktiert die Leistenarterie, führt einen dünnen Schlauch (Katheter) ein und schiebt ihn unter Röntgenkontrolle bis zu den Hirnvenen vor. Dort wird entweder ein Medikament zur Gerinnselauflösung injiziert oder das Gerinnsel mit einem speziellen Stent-Retriever mechanisch entfernt. Der gesamte Eingriff dauert meist ein bis zwei Stunden. Danach müssen Sie einige Stunden flach liegen, um die Einstichstelle in der Leiste zu schonen. Die meisten Patienten spüren während der Prozedur kaum etwas und sind am nächsten Tag bereits wieder ansprechbar.
Erste Symptome – bereits auf dem Rückflug aufgetreten?
Besonders belastend für Fella: Die Symptome könnten schon deutlich früher aufgetreten sein. Starke Kopfschmerzen gelten als typisches Warnsignal einer Hirnvenenthrombose. Fella, der im Januar bei der RTL-Show „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ dabei war, berichtet: „Ich hatte auf dem Rückflug von Australien unheimliche Kopfschmerzen. Kann ja sein, dass es da passiert ist.“ Wann genau sich die Thrombose gebildet hat, können die Ärzte nicht eindeutig feststellen. „Das ist ein schleichender Prozess“, so Fella. Eine plötzliche Druckveränderung im Flugzeug, lange Sitzpositionen oder Dehydrierung könnten die Entstehung eines Gerinnsels begünstigt haben – auch wenn der genaue Auslöser oft unklar bleibt.
Viele Betroffene berichten im Nachhinein von starken, oft neuartigen Kopfschmerzen, die über Tage nicht nachlassen. Hinzu kommen häufig Schwindel, Übelkeit, Sehstörungen oder sogar Krampfanfälle. Die Symptome einer Sinusvenenthrombose werden jedoch oft verkannt, weil sie an harmlose Migräne oder eine Grippe erinnern. Genau das macht die Krankheit so tückisch. „Gut, dass es entdeckt wurde! Ich bin froh. Das ist ja lebensgefährlich. Wenn das aufplatzt, bin ich tot“, sagt Fella mit drastischen, aber zutreffenden Worten. Sein Fall zeigt, wie wichtig es ist, bei anhaltenden Kopfschmerzen und neuen neurologischen Ausfällen sofort einen Arzt aufzusuchen.
Welche typischen Warnsignale sollten Sie ernst nehmen?
- Plötzliche, sehr starke Kopfschmerzen, die nicht auf übliche Schmerzmittel ansprechen
- Schwindelgefühl verbunden mit Gangunsicherheit oder dem Gefühl, die Umgebung wackele
- Sehstörungen wie Doppelbilder, verschwommenes Sehen oder kurzzeitiger Ausfall des Gesichtsfelds
- Übelkeit und Erbrechen ohne erkennbare Magen-Darm-Ursache
- Krampfanfälle oder Lähmungserscheinungen, wenn der Hirndruck gefährlich hoch wird
Sollten bei Ihnen mehrere dieser Symptome gleichzeitig auftreten, zögern Sie nicht: Rufen Sie den Notruf oder fahren Sie in die nächste Notaufnahme. Jede Minute zählt, um einen Schlaganfall oder bleibende Schäden zu verhindern.
Unterstützung durch Matthias Mangiapane
Trotz der schweren Diagnose zeigt sich Fella kämpferisch und gut gelaunt. Unterstützung bekommt er von seinem Mann Matthias Mangiapane (42), der ihn am Pfingstsonntag besuchte – und zwar nicht mit leeren Händen. Er brachte Schnitzel und Spargel mit, eine kleine kulinarische Erinnerung an zu Hause. Matthias zu BILD: „Ich bin froh, dass die Ärzte Hubert gründlich untersucht haben. Ich bin sehr zuversichtlich.“ Die Geste zeigt: In Krisenzeiten sind es die kleinen Aufmerksamkeiten, die Trost spenden. Fella selbst schildert die Situation mit Humor und Optimismus – beides wichtige Faktoren für den Heilungsprozess.
Die partnerschaftliche Unterstützung ist bei einer solchen Diagnose von unschätzbarem Wert. Angehörige können nicht nur moralischen Beistand leisten, sondern auch als Vermittler zwischen Patient und Ärzteteam fungieren. Sie helfen dabei, Fragen zu stellen, Termine zu koordinieren und den Patienten im Alltag nach der Entlassung zu betreuen. Mangiapanes Besuch unterstreicht, wie eng die Bindung des Paares auch in schweren Stunden ist. Für viele Fans ist diese Verbundenheit ein Hoffnungszeichen inmitten der beunruhigenden Nachrichten über die Hubert Fella Thrombose.
Wie können Angehörige einen Patienten mit Hirnvenenthrombose unterstützen?
Wenn Ihr Lebenspartner plötzlich mit einer solchen Diagnose konfrontiert wird, sind Sie als erste Anlaufstelle gefragt. Bleiben Sie ruhig und fragen Sie das medizinische Personal nach den nächsten Schritten. Organisieren Sie Besuche, aber respektieren Sie die Ruhephasen des Patienten. Bringen Sie vertraute Gegenstände von zu Hause mit – ein Kissen, ein Foto oder das Lieblingsgetränk. Helfen Sie bei der Kommunikation mit Ärzten, indem Sie wichtige Informationen notieren. Bieten Sie nach der Entlassung Unterstützung bei der Therapietreue an: Medikamente einnehmen, Nachsorgetermine wahrnehmen, Blutdruck kontrollieren. Ihre Zuversicht kann ansteckend wirken und dem Patienten Kraft geben. Genau wie Mangiapane es tut, zeigen Sie Präsenz und Hoffnung – das ist mehr wert als jede Therapie allein.
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Die Rhön-Klinik – ein Zentrum für seltene Gefäßerkrankungen
Die Behandlung konzentriert sich derzeit auf die OP und die Auflösung des Blutgerinnsels. Hubert Fella bleibt dafür weiterhin unter ärztlicher Beobachtung in der Rhön-Klinik. Dieses Haus hat sich auf die Behandlung seltener Gefäßerkrankungen spezialisiert und verfügt über eine der führenden Abteilungen für interventionelle Neuroradiologie in Deutschland. Das Klinikteam behandelt jährlich mehrere Dutzend Patienten mit Sinusvenenthrombosen, sodass für die beteiligten Ärzte ein hohes Maß an Routine besteht.
Die Rhön-Klinik in Bad Neustadt ist nicht nur für ihre Expertise bei Gefäßerkrankungen bekannt, sondern auch für ihre interdisziplinäre Zusammenarbeit. Neurologen, Radiologen, Neurochirurgen und Gefäßmediziner arbeiten Hand in Hand, um für jeden Patienten den optimalen Therapieplan zu erstellen. Bei einer Hubert Fella Thrombose kommt dieses Netzwerk voll zum Tragen. Die Klinik nutzt modernste Bildgebung und Kathetertechniken, die in vielen kleineren Häusern nicht verfügbar sind. Fella ist hier also in besten Händen.
Wie lange dauert die Rehabilitation nach einer Hirnvenenthrombose?
Die Erholungsphase nach einer solchen Diagnose ist individuell sehr unterschiedlich. Viele Patienten benötigen nach dem stationären Aufenthalt eine mehrwöchige Rehabilitation, um neurologische Ausfälle zu trainieren. Die Dauer hängt davon ab, ob das Gerinnsel komplett entfernt werden konnte, ob es zu Hirndruck oder gar zu einem Schlaganfall gekommen ist. In leichteren Fällen reichen ein bis zwei Wochen Klinikaufenthalt, gefolgt von ambulanter Physiotherapie. In schwereren Fällen kann der Aufenthalt in einem neurologischen Rehazentrum mehrere Monate dauern. Fella selbst hofft auf Glück beim ersten Eingriff – dann wäre der Weg zur Genesung deutlich kürzer. Die Ärzte werden nach der OP den weiteren Verlauf genau beobachten und eine Reha empfehlen.
Welche Langzeitfolgen können nach einer Thrombose im Kopf auftreten?
Viele Leser fragen sich, ob nach einer solchen Erkrankung bleibende Schäden zurückbleiben. Bei einer frühzeitig erkannten und behandelten Sinusvenenthrombose sind die Aussichten in der Regel gut. Die langfristigen Folgen hängen stark davon ab, ob das Gerinnsel zu einer Schädigung des Hirngewebes geführt hat. Komplikationen wie erhöhter Hirndruck, Krampfanfälle oder Sehstörungen können sich zurückbilden, aber auch länger anhalten. Kopfschmerzen oder Konzentrationsschwierigkeiten treten manchmal noch Monate später auf. Eine konsequente Nachsorge mit Blutverdünnung und Kontroll-MRTs ist daher unerlässlich, um ein Wiederauftreten der Hubert Fella Thrombose oder neuer Gerinnsel zu verhindern.
Patienten sollten nach der Entlassung auf ihren Körper achten und bei ungewöhnlichen Symptomen sofort reagieren. Sportliche Aktivitäten sind nach Absprache mit dem Arzt meist wieder möglich, jedoch sollten intensive Belastungen vermieden werden, bis die Blutgerinnung stabil ist. Die Lebensqualität kann nach einer Hirnvenenthrombose vollständig wiederhergestellt werden – das zeigen zahlreiche Fallbeispiele. Fellas optimistische Einstellung und die professionelle Betreuung in der Rhön-Klinik geben Grund zur Hoffnung.
Häufig gestellte Fragen
Wie äußern sich die ersten Symptome einer Hirnvenenthrombose im Alltag?
Die typischen ersten Anzeichen sind neuartige, starke Kopfschmerzen, die sich von gewohnten Migräne- oder Spannungskopfschmerzen unterscheiden. Hinzu kommen oft Schwindel, Übelkeit und ein Druckgefühl im Kopf. Manche Betroffene berichten von flüchtigen Sehstörungen, etwa Doppelbildern oder einem Gefühl, als ob „der Raum wackelt“. Da diese Symptome auch bei vielen anderen Erkrankungen auftreten, wird die Diagnose häufig erst spät gestellt. Bei plötzlich einsetzenden, ungewohnten Kopfschmerzen in Kombination mit Schwindel sollten Sie daher stets einen Arzt aufsuchen.
Was ist der Unterschied zwischen einer Hirnvenenthrombose und einem Schlaganfall?
Ein Schlaganfall entsteht meist durch ein verstopftes arterielles Blutgefäß (Hirninfarkt) oder eine Hirnblutung. Bei einer Hirnvenenthrombose hingegen blockiert ein Gerinnsel die venösen Blutleiter, die das Blut aus dem Gehirn abführen sollen. Dadurch staut sich das Blut, der Hirndruck steigt und es kann indirekt ebenfalls zu Schäden am Hirngewebe kommen. Auch wenn die Symptome wie Lähmungen oder Sprachstörungen ähnlich sein können, erfordert die Behandlung eine andere Strategie: nicht schnellstmögliche Auflösung eines Arterienverschlusses, sondern Druckentlastung und Gerinnselentfernung aus den Venen.
Kann eine Hirnvenenthrombose vollständig ausheilen, ohne dass bleibende Schäden zurückbleiben?
Ja, bei rechtzeitiger Diagnose und adäquater Behandlung ist eine vollständige Heilung möglich. Viele Patienten erholen sich innerhalb von Wochen bis Monaten und können ihren Alltag ohne Einschränkungen wieder aufnehmen. Entscheidend sind eine frühe interventionelle Behandlung, konsequente Blutverdünnung und eine neurologische Rehabilitation. Ob bleibende Schäden auftreten, hängt vom Ausmaß der ursprünglichen Schädigung ab. Bei Hubert Fella sind die Ärzte zuversichtlich, dass der minimalinvasive Eingriff erfolgreich sein wird und er nach einer Erholungsphase wieder gesund wird.




