Polizei sucht Frieda und Alfons: 5 Jahre ohne Spur

Seit fünf Jahren fehlen Frieda (7), Alfons (8) und ihre Mutter – jetzt bittet die Polizei erneut um Mithilfe. Der Fall der vermissten Geschwister Frankfurt (Oder) gehört zu jenen rätselhaften Vermisstenfällen, die Ermittler und Öffentlichkeit über Jahre hinweg beschäftigen. Die damals sieben und acht Jahre alten Kinder wurden im August 2021 widerrechtlich aus ihrem familiären Umfeld herausgelöst. Seitdem fehlt von ihnen jede Spur. Trotz intensiver Fahndungsmaßnahmen, die bis nach Chemnitz und Mecklenburg-Vorpommern reichten, blieb der entscheidende Durchbruch aus. Nun konzentrieren sich die Ermittlungen auf den Raum Frankfurt (Oder), wo sich die Familie nach aktuellen Erkenntnissen aufhalten könnte.

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Fünf Jahre ohne Spur – der Fall der vermissten Geschwister Frankfurt (Oder)

Die Geschwister Frieda und Alfons sind heute zwölf und dreizehn Jahre alt – doch niemand weiß, wie sie aussehen, wo sie leben oder unter welchen Umständen sie aufwachsen. Ihre Gesichter kennt die Öffentlichkeit nur von den Suchplakaten, die die Polizei im Laufe der Jahre immer wieder aktualisiert hat. Im August 2021 wurden die Kinder widerrechtlich aus ihrem gewohnten Umfeld gerissen. Was genau damals geschah, ist Teil der laufenden Ermittlungen und wird von Polizei und Staatsanwaltschaft nicht im Detail öffentlich gemacht. Klar ist jedoch: Es handelt sich nicht um ein freiwilliges Untertauchen, sondern um eine gezielte Herauslösung gegen geltendes Recht.

Solche Fälle sind für die Behörden besonders schwierig. Anders als bei klassischen Ausreißern, die meist nach kurzer Zeit von selbst zurückkehren oder aufgegriffen werden, geht es hier um mutmaßliche Straftaten. Die Polizei ermittelt daher nicht nur nach dem Aufenthaltsort der Kinder, sondern auch gegen die verantwortlichen Personen. Der Vermisstenfall Frieda und Alfons zeigt exemplarisch, wie komplex sich die Suche gestaltet, wenn Kinder nicht zufällig verschwinden, sondern gezielt versteckt werden.

Vermisste Geschwister Frankfurt (Oder) – warum sich die Spur nun auf den Osten konzentriert

Die Suche nach den Geschwistern und ihrer Mutter gestaltet sich schwierig. In den ersten Monaten nach dem Verschwinden gab es Hinweise auf Aufenthalte im Raum Chemnitz. Später verdichteten sich Anzeichen, dass die Familie nach Mecklenburg-Vorpommern weitergezogen sein könnte. Doch keine dieser Spuren führte zu einem konkreten Zugriff. Im Laufe der Jahre gab es immer wieder neue Spuren, die jedoch nicht zum Ziel führten. Das ist nicht ungewöhnlich bei Fällen, in denen Vermisste bewusst vor den Behörden verborgen werden.

Aktuelle Erkenntnisse konzentrieren sich auf den Raum Frankfurt (Oder). Welche konkreten Hinweise die Ermittler dorthin führen, teilt die Polizei aus taktischen Gründen nicht mit. In Fällen von Kindesentziehung und widerrechtlicher Herauslösung ist die Informationspolitik der Behörden stets eine Gratwanderung: Einerseits soll die Öffentlichkeit einbezogen werden, andererseits dürfen laufende Ermittlungen nicht gefährdet werden. Die Polizei bittet daher gezielt um Hinweise, ohne das gesamte Ermittlungswissen preiszugeben.

Denkbar ist, dass ein Zeuge beim Spaziergang in Frankfurt (Oder) Kinder bemerkt, deren Verhalten ihm seltsam vorkommt. Vielleicht fallen ihm die Gesichter aus einem Fahndungsaufruf ein. Genau auf solche Beobachtungen setzen die Ermittler. Die Mithilfe der Bevölkerung ist in Fällen von vermissten Geschwistern wie Frieda und Alfons oft der entscheidende Faktor. Wer die drei seit August 2021 gesehen hat oder Hinweise zu ihrem aktuellen Aufenthaltsort geben kann, wird gebeten, sich zu melden.

Wie die Polizei bei widerrechtlicher Herauslösung ermittelt

Die widerrechtliche Herauslösung von Kindern aus ihrem rechtmäßigen Umfeld ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat. Das Strafgesetzbuch sieht für die Entziehung Minderjähriger empfindliche Sanktionen vor. Entsprechend hoch ist der Ermittlungsdruck. Die Polizei setzt dabei auf verschiedene Instrumente: Behördenabfragen, Observation, Telefonüberwachung bei Verdachtspersonen und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit Polizeidienststellen anderer Bundesländer.

Sorgerechtskonflikte als häufiger Hintergrund

Viele Fälle von widerrechtlicher Kindesentziehung wurzeln in familiären Konflikten. Wenn ein Elternteil die Kinder ohne Zustimmung des anderen über Landesgrenzen oder in ein anderes Bundesland bringt, sprechen Ermittler von Kindesentziehung. Anders als oft angenommen, geschieht dies nicht nur bei internationalen Entführungen, sondern auch innerhalb Deutschlands. Der Vermisstenfall um Frieda und Alfons aus Frankfurt (Oder) weist Merkmale auf, die für solche Konstellationen typisch sind. Die Mutter steht im Fokus der Fahndung, und die Behörden gehen von einem gezielten Versteckspiel aus.

Polizeiliche Maßnahmen bei der Fahndung nach vermissten Kindern

Die Fahndung nach vermissten Kindern folgt einem festen Schema. Zunächst werden persönliche Beziehungen der Verdachtspersonen durchleuchtet: Wer könnte die Familie unterstützen? Wo gibt es Anlaufstellen, Unterkünfte oder Sympathisanten? Dann folgen Abfragen bei Meldebehörden, Krankenkassen, Schulen und Kindergärten. Solche administrativen Spuren sind oft der Schlüssel, um verborgene Aufenthaltsorte aufzudecken. Wenn eine Familie wie im Fall der vermissten Geschwister Frankfurt (Oder) jedoch bewusst auf jede Registrierung verzichtet, wird die Suche extrem erschwert.

Der internationale Tag der vermissten Kinder und die Kampagne „Spurlos Verschwunden“

Einmal jährlich rückt das Schicksal vermisster Kinder weltweit ins öffentliche Bewusstsein. Der internationale Tag der vermissten Kinder macht immer am 25. Mai auf das Schicksal verschwundener Kinder und Jugendlicher aufmerksam. Anlässlich dieses Tages startet das Bundeskriminalamt die bundesweite Kampagne „Spurlos Verschwunden“. Ziel ist es, die Aufmerksamkeit für ungeklärte Vermisstenfälle zu erhöhen und neue Hinweise aus der Bevölkerung zu gewinnen. Der Fall der vermissten Geschwister aus Frankfurt (Oder) ist einer jener Fälle, die mit solchen Kampagnen wieder in den Fokus gerückt werden.

Die Kampagne setzt auf eine breite Streuung in sozialen Medien, auf Plakaten und über die klassische Pressearbeit. Alte Fälle werden neu aufgerollt, Fotos aktualisiert und die Bevölkerung gezielt angesprochen. Für die Angehörigen von Langzeitvermissten sind solche Aktionen oft der letzte Hoffnungsschimmer. Vielleicht überlegen Sie, was Sie tun würden, wenn Sie ein altes Kinderfoto in Ihrem Briefkasten finden – ein Suchplakat. Genau auf diese Reaktion bauen die Kampagnenmacher: Die Bilder sollen im Gedächtnis haften bleiben.

108.900 Vermisstenfälle – die Zahlen hinter den Schicksalen

Jedes Jahr werden in Deutschland Zehntausende Kinder und Jugendliche als vermisst gemeldet. Im Jahr 2025 registrierte die Polizei rund 108.900 Fälle. Diese Zahl klingt erschreckend hoch, relativiert sich jedoch bei näherer Betrachtung: Die allermeisten verschwundenen Kinder tauchen nach kurzer Zeit wieder wohlbehalten auf. Es handelt sich häufig um Ausreißer, die nach einigen Stunden oder Tagen nach Hause zurückkehren, um verpasste Verabredungen oder um Missverständnisse bei der Übergabe zwischen getrennt lebenden Eltern.

Doch manche Schicksale bleiben über Jahre ungelöst – Familien leben weiter zwischen Hoffnung und Verzweiflung. Eine kleine, aber bedeutsame Zahl von Fällen klärt sich nicht innerhalb der ersten Wochen. Das sind die sogenannten Langzeitvermissten. Zu ihnen gehören auch Frieda und Alfons. Fünf Jahre ohne Spur sind eine lange Zeit, in der Eltern, Geschwister und andere Angehörige keine Gewissheit haben. Die psychische Belastung für die Zurückgebliebenen ist enorm und wird oft unterschätzt.

Kategorie Beschreibung Typische Dauer
Kurzzeitvermisste Kinder und Jugendliche, die von zu Hause weglaufen oder sich verirren Stunden bis wenige Tage
Mittelfristig Vermisste Fälle mit unklarer Sachlage, etwa nach Sorgerechtsstreitigkeiten Wochen bis Monate
Langzeitvermisste Kinder, die widerrechtlich entzogen wurden oder unter ungeklärten Umständen verschwanden Mehrere Jahre

Psychosoziale Folgen – wie das Verschwinden eines Kindes das Leben der Angehörigen verändert

Sie könnten sich vorstellen, wie Nachbarn einer Familie plötzlich Leere im Treppenhaus erleben. Was für Außenstehende eine abstrakte Nachricht ist, wird für unmittelbar Betroffene zur alles beherrschenden Realität. Angehörige von vermissten Kindern beschreiben den Zustand häufig als ein Leben in Warteschleife. Ohne Gewissheit ist Trauer nicht möglich, aber auch keine Normalität. Jeder Geburtstag, jedes Weihnachtsfest wird zur Zerreißprobe.

Psychologen sprechen von einer speziellen Form traumatischen Verlusts. Anders als bei einem Todesfall fehlt der Abschluss. Das führt zu chronischen Belastungsreaktionen, die behandelt werden müssen. Die psychosoziale Notfallversorgung für Angehörige von Vermissten hat sich in den vergangenen Jahren professionalisiert, doch die Wartezeit auf einen Platz ist oft lang. In Fällen wie den vermissten Geschwistern aus Frankfurt (Oder) kommt hinzu, dass die Angehörigen mit der Ungewissheit leben müssen, unter welchen Bedingungen die Kinder aufwachsen.

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Öffentlichkeitsfahndung und soziale Medien – Chancen und Risiken

Die Polizei setzt bei der Suche nach den vermissten Geschwistern Frieda und Alfons aus Frankfurt (Oder) erneut auf die Mithilfe der Öffentlichkeit. Öffentlichkeitsfahndung ist ein zweischneidiges Schwert: Sie kann wertvolle Hinweise generieren, aber auch falsche Spuren provozieren oder Trittbrettfahrer anlocken. In den sozialen Medien teilen sich Fahndungsaufrufe rasant, erreichen binnen Stunden Hunderttausende Nutzer und können so einen entscheidenden Hinweis zutage fördern. Gleichzeitig steigt das Risiko von Falschmeldungen und Spekulationen, die die Ermittlungen eher behindern als voranbringen.

Stellen Sie sich vor, Sie sind Lehrer und bemerken, dass ein neuer Schüler in Ihrer Klasse Sie an ein vermisstes Kind erinnert. In solchen Situationen ist besonnenes Handeln gefragt. Die Polizei rät, Verdachtsmomente nicht vorschnell in sozialen Netzwerken zu posten, sondern direkt die zuständige Dienststelle zu kontaktieren. Für den Fall Frieda und Alfons lautet die Nummer der Polizeiinspektion Cottbus/Spree-Neiße: 0355-49371224. Auch jede andere Polizeidienststelle nimmt Hinweise entgegen und leitet sie an die zuständigen Ermittler weiter.

Cold-Case-Ermittlungen und grenzüberschreitende Fahndung

Je mehr Zeit vergeht, desto schwieriger wird die Suche nach Vermissten. Cold-Case-Einheiten der Polizei übernehmen Fälle, die über Jahre nicht aufgeklärt werden konnten. Anders als bei Mordfällen ohne Leiche ist bei langjährig vermissten Kindern die Hoffnung auf ein lebendes Auffinden nicht verloren. Das unterscheidet diese Fälle von klassischen Cold Cases. Die Ermittler müssen jedoch alte Akten neu bewerten, frühere Zeugenaussagen auf Widersprüche prüfen und modernere Fahndungsmethoden anwenden.

Ein besonderes Problem ist die grenzüberschreitende Fahndung. Wenn sich eine Mutter mit ihren Kindern innerhalb Deutschlands von Bundesland zu Bundesland bewegt, kann das die Ermittlungen erheblich verlangsamen. Jede Polizeidienststelle arbeitet zunächst in ihrer eigenen Zuständigkeit, und der Informationsaustausch braucht Zeit. Hinweise aus Chemnitz und Mecklenburg-Vorpommern brachten die Ermittler im Fall der vermissten Geschwister Frankfurt (Oder) zwar weiter, doch die Spur verlief jedes Mal im Sande. Die enge Zusammenarbeit zwischen den Landeskriminalämtern und dem Bundeskriminalamt ist in solchen Fällen unerlässlich.

So melden Sie Hinweise richtig

Die Polizei bittet dringend um Mithilfe aus der Bevölkerung. Wer Frieda, Alfons oder ihre Mutter seit August 2021 gesehen hat oder Angaben zu ihrem aktuellen Aufenthaltsort machen kann, sollte sich umgehend melden. Dabei gilt:

  • Telefonisch: Wählen Sie die Nummer der Polizeiinspektion Cottbus/Spree-Neiße unter 0355-49371224. Die Leitung ist rund um die Uhr erreichbar.
  • Bei jeder Polizeidienststelle: Sie können jeden Polizeiposten in Deutschland aufsuchen. Ihre Informationen werden vertraulich behandelt und an die zuständigen Ermittler weitergeleitet.
  • Diskretion wahren: Veröffentlichen Sie keine Hinweise in sozialen Medien, bevor Sie mit der Polizei gesprochen haben. Das könnte die Betroffenen warnen und die Fahndung gefährden.
  • Genau beschreiben: Je präziser Ihre Beobachtung – Datum, Uhrzeit, Ort, Personenbeschreibung – desto wertvoller ist sie für die Ermittler.

Die Ermittler betonen, dass auch scheinbar unbedeutende Details wichtig sein können. Vielleicht hat jemand eine Familie beobachtet, die selten das Haus verlässt und deren Kinder nicht zur Schule gehen. Solche Auffälligkeiten sind es, die in Vermisstenfällen wie dem der vermissten Geschwister aus Frankfurt (Oder) den entscheidenden Hinweis liefern können.

Häufig gestellte Fragen

Wie kann ich helfen, die vermissten Geschwister aus Frankfurt (Oder) zu finden?

Sie können helfen, indem Sie aufmerksam Ihre Umgebung beobachten und bei konkreten Hinweisen die Polizei kontaktieren. Die Telefonnummer der zuständigen Polizeiinspektion Cottbus/Spree-Neiße lautet 0355-49371224. Auch jede andere Polizeidienststelle nimmt Ihre Informationen entgegen. Wichtig ist, dass Sie Hinweise nicht selbstständig verfolgen oder in sozialen Medien teilen, sondern sich direkt an die Ermittler wenden. Die Polizei bittet zudem darum, die offiziellen Fahndungsaufrufe und Suchplakate in den sozialen Netzwerken zu verbreiten, um die Reichweite der Suche zu erhöhen.

Was unterscheidet eine widerrechtliche Herauslösung von einer klassischen Kindesentführung?

Eine widerrechtliche Herauslösung liegt vor, wenn ein Kind gegen den Willen des Sorgeberechtigten aus seinem Umfeld entfernt wird, häufig im Kontext von Sorgerechtskonflikten. Anders als bei einer Entführung durch Fremde ist hier meist ein Elternteil oder eine nahestehende Person beteiligt. Die Kinder werden nicht zwangsläufig mit Gewalt entführt, sondern oft unter einem Vorwand oder schrittweise aus ihrem Umfeld gelöst. Rechtlich handelt es sich dennoch um eine Straftat, die als Kindesentziehung mit Freiheitsstrafe geahndet werden kann.

Besteht nach fünf Jahren noch Hoffnung, dass die Geschwister lebend gefunden werden?

Ja, in Vermisstenfällen mit widerrechtlicher Herauslösung ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Kinder leben, deutlich höher als bei anderen Vermisstenkategorien. Die Ermittler gehen in diesen Konstellationen in der Regel davon aus, dass sich die Kinder weiterhin bei der sie begleitenden Person befinden. Das Hauptproblem ist nicht das Überleben der Kinder, sondern ihr Auffinden, da die verantwortliche Person sie aktiv vor den Behörden verbirgt. Jeder neue Hinweis kann daher der entscheidende sein, um die Kinder zu lokalisieren und ihnen ein sicheres Aufwachsen zu ermöglichen.

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