Vertragsverlängerung bis Olympia 2028: Der Plan des DHB für Gíslason
Der Deutsche Handballbund drückt aufs Tempo: Alfred Gíslason soll bis Olympia 2028 bleiben, doch DHB-Vize Ingo Meckes verzögert die Vertragsverlängerung – jetzt gibt es internen Druck. Der 66-jährige Isländer, der seit Februar 2020 die Nationalmannschaft betreut, hat seinen Wunsch, weiterzumachen, mehrfach öffentlich bekräftigt. Intern ist die Entscheidung längst gefallen: Der dhb vertrag gíslason soll über die Heim-Weltmeisterschaft 2027 hinaus bis zu den Olympischen Spielen in Los Angeles verlängert werden. Doch die offizielle Umsetzung stockt, und das sorgt zunehmend für Unmut in den Führungsgremien des Verbandes.

Die grundsätzliche Strategie des DHB ist klar: Mit Gíslason soll Kontinuität gewährleistet werden. Der Isländer hat die junge Mannschaft nach der schwierigen EM 2022 erfolgreich weiterentwickelt und beim olympischen Turnier in Paris 2024 eine starke Leistung gezeigt. Die Verlängerung bis 2028 würde dem Team Planungssicherheit geben und den eingeschlagenen Weg bestätigen. Der dhb vertrag gíslason ist damit nicht nur eine Personalie, sondern ein Bekenntnis zur langfristigen sportlichen Ausrichtung.
Meckes’ zögerliche Taktik: Warum die Personalie stockt
Obwohl die Richtung seit Wochen klar ist, zieht sich die Umsetzung weiter hin. DHB-Vize Ingo Meckes (49) ist der zentrale Akteur, der die Verzögerung zu verantworten hat. Statt den ausgehandelten Vertrag zügig zu vollziehen, traf sich Meckes Ende April mit Magdeburgs Erfolgstrainer Bennet Wiegert und eine Woche später mit Lemgo-Coach Florian Kehrmann. Beide galten als mögliche Nachfolger für die Zeit nach der Heim-WM 2027 – beide bekamen eine Absage bis Sommer 2028. Damit waren die Alternativen abgearbeitet, die Entscheidung pro Gíslason endgültig gefallen. Doch das entscheidende Gespräch mit dem Bundestrainer blieb aus.
Am vergangenen Wochenende sollte eine Expertenrunde in Köln das finale Go geben. Anwesend waren DHB-Vorstandschef Mark Schober (53), DHB-Boss Andreas Michelmann (66), Liga-Präsident Uwe Schwenker (67) und Meckes selbst. Doch daraus wurde nichts. Meckes brachte zwischenzeitlich sogar den Schweizer Andy Schmid (42) als Kandidaten ins Spiel – ein Trainer, der als Spieler Weltklasse war, aber als Coach noch ein Rookie ist. Intern sorgt diese Taktiererei für Kopfschütteln. Man hätte die Personalie schneller und souveräner lösen können, heißt es aus dem Kreis der Beteiligten.
Die Rolle von Präsident Michelmann und Vorstand Schober
In dem Entscheidungsprozess spielen Andreas Michelmann, der DHB-Präsident, und Mark Schober, der Vorstandsvorsitzende, eine maßgebliche Rolle. Beide sind erfahrene Führungspersönlichkeiten im deutschen Handball. Michelmann, seit 2019 an der Spitze des Verbandes, steht für Stabilität und klare Kommunikation. Schober bringt als ehemaliger Geschäftsführer eines Bundesligisten operative Erfahrung mit. In der Expertenrunde in Köln bekam Meckes von ihnen den klaren Auftrag: Die Bundestrainer-Frage muss in dieser Woche endgültig geklärt werden. Der Druck auf den DHB-Vize ist damit erheblich gestiegen.
Die Kandidaten: Wiegert und Kehrmann – beide bekamen eine Absage
Bevor die Entscheidung für Gíslason fiel, sondierte Meckes den Markt. Zwei prominente Namen standen im Raum: Bennet Wiegert, der mit dem SC Magdeburg Champions-League-Sieger und deutscher Meister wurde, und Florian Kehrmann, der den TBV Lemgo Lippe zu einer gefestigten Adresse in der Bundesliga formte. Beide sind bundesweit anerkannte Trainer mit nachgewiesenen Erfolgen. Meckes traf sich mit ihnen im Abstand von einer Woche – doch beide erhielten eine klare Absage für den Zeitraum bis Sommer 2028. Die Botschaft war eindeutig: Der DHB setzt auf Kontinuität mit Gíslason.
Diese Absagen senden ein starkes Signal an die Liga und die Öffentlichkeit. Wiegert und Kehrmann bleiben damit für die absehbare Zukunft bei ihren Vereinen. Für den DHB bedeutet das, dass keine prominenten Alternativen mehr bereitstehen – der Druck, die Verlängerung mit Gíslason endgültig zu besiegeln, wächst parallel.
Rookie Andy Schmid als überraschender Kandidat ins Spiel gebracht
Eine überraschende Wendung nahm die Personalie, als Meckes den Schweizer Andy Schmid ins Gespräch brachte. Der 42-Jährige feierte als Spieler beim THW Kiel und mit der Schweizer Nationalmannschaft große Erfolge – unter anderem wurde er mehrfach zum besten Spieler der Bundesliga gewählt. Als Trainer ist Schmid jedoch noch ein Rookie. Er übernahm erst 2023 den SC DHfK Leipzig in der 2. Bundesliga und sammelt dort erste Erfahrungen als Cheftrainer. Die Idee, einen solch unerfahrenen Coach auf die komplexe Aufgabe eines Bundestrainers zu setzen, stieß intern auf wenig Gegenliebe. Experten sehen darin eher eine Verzögerungstaktik als einen ernsthaften Plan.
Der DHB steht vor der Herausforderung, dass die Nachfolgeplanung langfristig angelegt sein muss. Schmid als Kandidat ins Spiel zu bringen, wirkte wie ein taktisches Manöver, um die eigenen Entscheidungsprozesse zu verschleiern. Letztlich führte dieser Schachzug jedoch dazu, dass die interne Kritik an Meckes’ Vorgehen noch lauter wurde.
Interne Kritik an Meckes: „Hätte schneller und souveräner gelöst werden können“
Innerhalb des DHB wird inzwischen deutliche Kritik laut. Die zögerliche Haltung von Ingo Meckes stößt auf Unverständnis. „Alle Fakten hätten auf dem Tisch gelegen“, heißt es aus Kreisen der Beteiligten. Man hätte die Personalie „schneller und souveräner lösen können“. Die Verzögerung wird als unnötig empfunden – schließlich waren die Alternativen bereits abgearbeitet, die Richtung war klar. Meckes bekam in Köln daher den klaren Auftrag, die Bundestrainer-Frage noch in dieser Woche abzuschließen.
Diese interne Kritik zeigt, dass die Kommunikationsstrategie des DHB-Vizes nicht nur nach außen, sondern auch nach innen Schwächen aufweist. Ein Verband, der bei einer zentralen Personalie wie dem dhb vertrag gíslason so lange taktiert, riskiert Reputationsverluste. Schnelligkeit und Souveränität sind in solchen Entscheidungen entscheidend – beides vermissten die Verantwortlichen bei Meckes.
Warum eine schnelle Lösung strategisch wichtig ist
Der Zeitdruck für den DHB ist nicht hausgemacht. Eine frühzeitige Klärung der Bundestrainer-Frage ist für die langfristige Planung der Nationalmannschaft essenziell. Die Vorbereitung auf die Heim-WM 2027 und die Olympischen Spiele 2028 erfordert Kontinuität im Trainerteam. Wenn die Personalie noch Wochen oder Monate offen bliebe, würde dies Unsicherheit bei den Spielern auslösen und die sportliche Entwicklung gefährden. Der DHB muss jetzt ein Zeichen der Stabilität setzen – der dhb vertrag gíslason ist der Schlüssel dafür.
Gíslasons klare Botschaft: „Ich bin eine Maschine. Und die läuft weiter.“
Alfred Gíslason selbst hat nie einen Zweifel an seinem Willen gelassen, weiterzumachen. Auf die Frage nach seiner Zukunft sagte er gegenüber BILD: „Ich bin eine Maschine. Und die läuft weiter.“ Diese selbstbewusste Aussage unterstreicht seine Entschlossenheit. Der Isländer führt die Mannschaft seit fast fünf Jahren und hat sie in dieser Zeit geprägt: mit Ruhe, klarer Ansprache und taktischem Geschick. Die Spieler schätzen seinen Umgang – allen voran Julian Köster vom VfL Gummersbach, der bereits im Frühjahr sagte: „Alfred hat die Aufgabe, die er bekommen hat, super hinbekommen.“
Gíslasons öffentliche Statements sind unmissverständlich. Er möchte mit der jungen DHB-Auswahl weiterarbeiten, die er auf den Weg zu einer erfolgreichen Zukunft gebracht hat. Die Mannschaft spricht sich klar für ihn aus – doch die Entscheidung liegt nicht bei den Spielern, sondern bei der Verbandsführung. Spätestens seit der EM war intern klar: Die Mannschaft möchte mit Gíslason weiterarbeiten.
Olympia 2028 als Zielmarke: Die Bedeutung frühzeitiger Planung
Die Zielsetzung ist ambitioniert: Olympia 2028 in Los Angeles. Wenn der dhb vertrag gíslason bis dorthin verlängert wird, erhält die Nationalmannschaft eine beispiellose Kontinuität auf der Trainerposition. Von 2020 bis 2028 – das wäre eine Ära, die im deutschen Handball Seltenheitswert hätte. Für die Spieler bedeutet das Planungssicherheit: Sie wissen, unter welchem Trainer sie arbeiten, welche taktischen Konzepte verfolgt werden und welche Perspektiven sich bieten.
Frühzeitige Planung ist auch für die Nachwuchsarbeit entscheidend. Der DHB kann langfristige Kadermaßnahmen ergreifen, Trainingslager planen und die Spiele gegen internationale Top-Mannschaften frühzeitig ansetzen. Ohne Klarheit auf der Trainerposition wäre all das erschwert. Die Verzögerung durch Meckes hat genau diese strategische Planung behindert – ein Fehler, den der Verband nun korrigieren muss.
Das finale Gespräch: Termin steht – Entscheidung noch diese Woche
Nach den intensiven internen Diskussionen hat Meckes nun einen konkreten Termin festgelegt: Das finale Gespräch mit Alfred Gíslason findet am Freitagvormittag statt – eine digitale Zusammenkunft per Video. Damit soll der dhb vertrag gíslason endgültig besiegelt werden. Die Verzögerung ist damit fast beendet, doch die Frage bleibt: Warum hat der DHB-Vize so lange gezögert? Die Antwort liegt vermutlich in einem zu vorsichtigen Führungsstil oder strategischen Kalkül, das nicht aufgegangen ist.
Der Druck von DHB-Boss Michelmann und Vorstand Schober war notwendig, um die Blockade zu lösen. Jetzt steht die Entscheidung unmittelbar bevor – und sie wird mit Erleichterung aufgenommen werden. Die Mannschaft, die Öffentlichkeit und die Sponsoren des Verbandes erwarten eine klare Ansage. Der DHB muss zeigen, dass er in der Lage ist, zentrale Personalien professionell und zügig zu managen.
| Akteur | Rolle | Position zur Verlängerung |
|---|---|---|
| Alfred Gíslason | Bundestrainer | Will weitermachen, klare öffentliche Botschaft |
| Ingo Meckes | DHB-Vize | Zögerlich, traf sich mit Alternativkandidaten |
| Andreas Michelmann | DHB-Präsident | Drängt auf schnelle Lösung |
| Mark Schober | Vorstandsvorsitzender | Befürwortet Verlängerung, übt Druck aus |
| Mannschaft (z.B. Julian Köster) | Spieler | Unterstützt Gíslason öffentlich |
Vergleich mit anderen Verbänden: Transparenz bei Trainerentscheidungen
Im deutschen Spitzensport gibt es unterschiedliche Ansätze, wie Verbände mit Trainerentscheidungen umgehen. Während der DFB bei der Besetzung der Nationaltrainer-Position häufig langwierige öffentliche Debatten führt, agiert der DHB intern – trotz der aktuellen Verzögerung. Transparenz ist ein zweischneidiges Schwert: Zu viel öffentliches Taktieren schürt Unsicherheit bei Spielern und Fans, zu wenig Offenheit führt zu Spekulationen. Der Fall des dhb vertrag gíslason zeigt, wie wichtig eine klare Kommunikation ist: Wenn die Entscheidung gefallen ist, sollte sie zeitnah umgesetzt werden – ohne unnötige Hinhaltetaktiken.
Andere Sportverbände in Deutschland, etwa der Deutsche Leichtathletik-Verband oder der Deutsche Schwimm-Verband, setzen bei Trainerpersonalien auf frühzeitige Vertragsverlängerungen, um Kontinuität zu gewährleisten. Der DHB hat im Fall Gíslason gezeigt, dass er diese Lektion noch lernen muss. Die Verzögerung durch Meckes ist ein Musterbeispiel dafür, wie nicht nur die Kommunikation nach außen, sondern auch die interne Führung verbessert werden kann.
Die geplanten Schritte: So soll der Vertrag jetzt finalisiert werden
- Digitales Abschlussgespräch: Am Freitagvormittag treffen sich Gíslason und die DHB-Führung per Video – alle Details sollen besprochen werden.
- Interne Abstimmung: Nach dem Gespräch erfolgt die letzte formelle Zustimmung durch Präsidium und Vorstand.
- Öffentliche Verkündung: Sobald alle Unterschriften geleistet sind, wird der DHB die Verlängerung offiziell bekanntgeben – voraussichtlich noch im Juni.
- Planung der Vorbereitung: Mit Klarheit auf der Trainerposition kann der DHB die Termine für Länderspiele und Trainingslager bis 2028 festlegen.
Diese Schritte sind der notwendige Abschluss eines Prozesses, der länger gedauert hat als nötig. Die Verantwortung für die Verzögerung liegt eindeutig bei Ingo Meckes, der durch seine Treffen mit Wiegert, Kehrmann und sogar Andy Schmid den Eindruck erweckte, als stünde die Entscheidung noch zur Disposition. Dabei war sie längst gefallen – mit dem dhb vertrag gíslason baut der DHB auf eine erfolgreiche Zukunft. Jetzt muss nur noch der letzte Akt vollzogen werden.




