Mama-Mantra: Ein Gedanke, der hilft, wenn nichts mehr geht

Der Satz, der mich rettet: “Aber ich tue es gerade schon”

Der Satz “Aber ich tue es gerade schon” rettet mich in den Momenten, in denen ich denke, ich schaffe das nicht mehr. Es ist ein simpler Gedanke, kaum mehr als ein Flüstern im inneren Monolog. Doch genau diese Schlichtheit entfaltet eine erstaunliche Kraft. Sie erinnert mich daran, dass ich das Unmögliche bereits tue, während ich daran zweifle, es überhaupt zu können. Vielleicht kennen Sie das Gefühl: Sie stehen vor einer Situation, die Sie überfordert, und denken: “Das schaffe ich nicht.” Dabei sind Sie mitten drin – in den Wehen, in der dritten durchwachten Nacht, im Kampf mit einem kranken Kind. Der Satz holt Sie zurück ins Hier und Jetzt und zeigt Ihnen: Sie sind schon mittendrin, Sie tun es bereits.

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Die Geburt als Start in eine turbulente Phase voller Herausforderungen

Die Geburt eines Kindes ist der Beginn einer aufregenden, aber auch fordernden Reise. Schon die Wehen selbst können eine der größten physischen und psychischen Prüfungen des Lebens sein. Viele Frauen erleben in diesem Moment das erste Mal ein Gefühl der absoluten Grenzerfahrung. Der Schmerz, die Unsicherheit, die Erschöpfung – alles erreicht ein Niveau, das man vorher kaum für möglich gehalten hätte. Genau hier setzt das Mama-Mantra an. Es hilft, sich daran zu erinnern, dass man diesen Weg bereits geht. Die Wehen sind da, sie sind real, aber Sie sind auch da – und Sie tun es gerade schon. Sie atmen, Sie pressen, Sie kämpfen. Dieser Gedanke kann ein kleiner Anker sein, der Sie durch die schwierigsten Minuten trägt.

Nach der Geburt geht es oft nahtlos weiter. Das Wochenbett, die schlaflosen Nächte, die Herausforderungen des Stillens oder der Flaschenernährung – all das kann an die Substanz gehen. Auch ich persönlich war dort schon oft. Das erste Mal in den Wehen, als ich nach einer PDA verlangte. Das zweite Mal im Wochenbett, als ich dachte, vor Schlafmangel zu sterben. Das dritte Mal, als ich einen fiesen Magen-Darm-Infekt hatte – und mich um mein Kind kümmern musste. In diesen Momenten fühlt es sich an, als ob die Welt zusammenbricht. Aber irgendwie kommt man durch, und oft weiß man hinterher nicht, wie man es überhaupt geschafft hat. Das Mama-Mantra hilft, diesen blinden Fleck zu erhellen.

Wie das Mama-Mantra in akuten Überforderungsmomenten hilft

Der Satz “Aber ich tue es gerade schon” ist mehr als nur eine billige Beruhigung. Er konfrontiert Sie mit der Realität Ihres Handelns. Wenn Sie sich sagen: “Ich schaffe das nicht”, dann ist das eine Prognose, die Ihre Handlungsfähigkeit lähmt. Das Mantra hingegen dreht die Perspektive um. Es verweist auf das, was bereits geschieht. Sie halten Ihr Kind im Arm, obwohl Sie selbst krank sind. Sie stehen nach der dritten durchwachten Nacht auf und versorgen Ihr Baby. Sie diskutieren mit Ihrem Teenager, auch wenn Sie am liebsten aufgeben würden. All das tun Sie jetzt, in diesem Moment. Das Mantra ist ein Spiegel, der Ihnen Ihre eigene Stärke zeigt.

Was mache ich, wenn ich das Gefühl habe, wirklich nicht mehr weiterzukönnen?

Es gibt Augenblicke, da nützt auch das beste Mantra nichts mehr. Wenn die Erschöpfung so tief sitzt, dass Sie nur noch weinen können, oder wenn die Situation objektiv gefährlich wird – zum Beispiel, wenn Sie Ihr Kind nicht mehr sicher halten können. Dann ist der Satz “Aber ich tue es gerade schon” nicht mehr hilfreich, sondern kann sogar schädlich sein, weil er Sie dazu verleitet, über Ihre Grenzen zu gehen. In solchen Fällen müssen Sie umschalten. Das Mantra wandelt sich dann zu: “Ich funktioniere zwar noch irgendwie – aber jetzt hole ich mir Hilfe.”

Das ist der entscheidende Punkt. Das Mama-Mantra soll Sie nicht in eine Endlosschleife des Durchhaltens treiben. Es soll Ihnen bewusst machen, dass Sie Kräfte haben, die Sie selbst vielleicht nicht sehen. Aber es soll Sie auch lehren, diese Kräfte nicht bis zur Neige zu verbrauchen. Hilfe zu holen ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Klugheit und Selbstfürsorge. Ob Partner, Familie, Freunde oder professionelle Dienste – es gibt ein Netz, das Sie auffangen kann.

Warum wir unsere eigenen Erfolge oft übersehen

Eltern haben die Tendenz, sich auf das zu konzentrieren, was nicht läuft. Der Berg an Wäsche, das schreiende Kind, die unerledigte Arbeit – all das raubt den Blick auf das, was man bereits bewältigt hat. Das Mama-Mantra zwingt Sie innezuhalten und zu sehen: Sie haben Ihr Kind gefüttert, gewickelt, getröstet. Sie haben vielleicht sogar selbst noch etwas gegessen oder geduscht. Jede Kleinigkeit zählt. Oft nehmen wir nicht wahr, was wir alles schon wuppen, auch wenn es eigentlich unschaffbar erscheint. Der Satz “Aber ich tue es gerade schon” ist wie eine Taschenlampe, die diese verborgenen Erfolge ausleuchtet.

Das gilt nicht nur für die großen Krisen. Auch im Alltag, in der Trotzphase oder wenn die Pubertät anfängt, kann dieses Mantra helfen. Sie stehen vor einem Wutanfall Ihres Kindes und denken: “Das halte ich nicht aus.” Aber Sie tun es gerade schon. Sie bleiben ruhig, Sie setzen Grenzen, Sie sind da. Das ist eine Leistung, die Sie sich selbst nicht genug anrechnen.

In welchen Situationen außerhalb der Elternschaft kann mir dieses Mantra ebenfalls nützen?

Das Prinzip hinter dem Mama-Mantra ist universell. Es funktioniert überall dort, wo Sie an sich zweifeln, während Sie die Aufgabe bereits erfüllen. Bei der Bewältigung beruflicher Überlastung, bei Prüfungsstress, bei der Pflege eines Angehörigen oder bei der Bewältigung einer persönlichen Krise. Immer, wenn Sie denken “Das schaffe ich nicht”, können Sie innehalten und sich fragen: Tue ich es nicht genau jetzt? Oft lautet die Antwort Ja. Dieser Perspektivwechsel kann die Angst vor der Aufgabe verringern und Ihnen das Vertrauen in Ihre eigenen Fähigkeiten zurückgeben.

Der entscheidende Hinweis: Hilfe holen, bevor es zu spät ist

Sei dir deiner Kraft bewusst – aber hole dir auch Hilfe. Dieser Satz aus dem Video von Kristina Kuzmič ist der zweite Teil des Mantras. Die Autorin teilte auf Instagram ein Video über Momente, die Mütter an ihre Grenzen bringen. Der Satz “Aber ich tue es gerade schon” ist das Mantra aus diesem Video. Er erinnert daran, dass man das Unschaffbare bereits tut. Aber Kuzmič betont auch: Man soll sich seiner Kraft bewusst sein, aber auch rechtzeitig Hilfe holen. Das Mantra sollte in dem Moment, in dem die Reserven wirklich erschöpft sind, lauten: “Ich funktioniere noch irgendwie – aber jetzt hole ich mir Hilfe.”

Es gibt Unterstützungsmöglichkeiten für kranke Eltern. Vielleicht wissen Sie, dass es in Deutschland Angebote wie die “Frühen Hilfen” gibt, die Familien mit kleinen Kindern entlasten. Oder dass Krankenkassen Haushaltshilfen bezuschussen, wenn ein Elternteil ausfällt. Auch Nachbarschaftshilfe, die Großeltern oder Freunde können einspringen. Wichtig ist, dass Sie sich rechtzeitig melden und nicht warten, bis der Zusammenbruch da ist. Das Mama-Mantra in seiner ersten Form gibt Ihnen die Kraft, den nächsten Schritt zu tun. In seiner zweiten Form gibt Ihnen die Weisheit zu gehen, bevor Sie fallen.

Die Wiederholung des Mantras in verschiedenen Lebensphasen

Ob Wehen, das Wochenbett, Kinderkrankheiten oder die Pubertät – das Mantra begleitet einen durch alle Phasen der Elternschaft. Ich habe es selbst in jeder dieser Phasen gebraucht. In den Wehen half es mir, den Schmerz auszuhalten, ohne in Panik zu verfallen. Im Wochenbett, wenn ich nachts um drei Uhr das weinende Baby stillte und dachte, ich würde vor Müdigkeit sterben, flüsterte ich: “Aber ich tue es gerade schon.” Als mein Kind krank war und ich selbst krank im Bett lag, holte mich dieser Satz aus dem Bett und an sein Bett. Und jetzt, in der Trotzphase, wenn ich Grenzen setze und diskutiere, erinnert er mich daran, dass ich genau das tue, was ich tun muss – auch wenn es schwerfällt.

Die Kraft dieses Satzes liegt in seiner Einfachheit und seiner ständigen Verfügbarkeit. Er braucht keine Vorbereitung, kein Ritual. Er ist da, in dem Moment, in dem Sie ihn brauchen. Sagen Sie ihn laut vor sich hin, wenn Sie allein sind, oder denken Sie ihn leise. Er ist Ihr persönliches Mama-Mantra, das Sie immer bei sich tragen können.

Wie erkenne ich, wann ich mir Hilfe holen sollte, anstatt einfach durchzuhalten?

Diese Frage ist entscheidend, denn das Mantra allein kann zur Falle werden. Ein guter Indikator ist die Frage: “Würde ich einer Freundin in dieser Situation raten, durchzuhalten oder Hilfe zu holen?” Wenn Sie bei Ihrer Freundin klar sagen würden: “Hol dir Hilfe”, dann sollten Sie das auch für sich selbst tun. Ein weiteres Zeichen ist, wenn Sie sich körperlich oder emotional sehr belastet fühlen – wenn Sie ständig gereizt sind, sich zurückziehen, wenn Sie körperliche Symptome wie Kopfschmerzen, Schlafstörungen oder einen flauen Magen haben. Auch wenn Sie bemerken, dass Sie Ihr Kind nicht mehr so versorgen können, wie Sie es gerne möchten, ist es Zeit, den zweiten Teil des Mantras zu aktivieren: “Ich funktioniere noch – aber jetzt hole ich mir Hilfe.”

Es gibt keine Scham darin. Kinder großzuziehen ist eine der anspruchsvollsten Aufgaben überhaupt. Niemand erwartet, dass Sie alles alleine schaffen. Und wenn Sie um Hilfe bitten, zeigen Sie Verantwortung – für sich und für Ihr Kind.

Investieren Sie in sich, damit Sie für Ihr Kind da sein können. Das Mama-Mantra ist ein erster Schritt. Der zweite Schritt ist die konkrete Handlung, die sich daraus ableitet. Vielleicht sprechen Sie heute noch mit Ihrem Partner oder Ihrer Familie, vielleicht rufen Sie bei einer Beratungsstelle an oder informieren sich über Unterstützungsangebote. Der Satz “Aber ich tue es gerade schon” kann Ihnen den Mut geben, diesen Anruf zu tätigen. Denn Sie tun es gerade schon – Sie kümmern sich, Sie suchen nach Lösungen, Sie sind aktiv. Das ist der Geist, der Ihnen durch die schwersten Zeiten hilft.

Mama-Mantra: Ein Gedanke, der hilft, wenn nichts mehr geht – und der Sie daran erinnert, dass Sie genau jetzt, in diesem Augenblick, alles tun, was möglich ist. Und dass es völlig in Ordnung ist, sich dann Hilfe zu holen, wenn das eigene Licht zu flackern beginnt.

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